Mit der Kennzeichnung der Industrie erkannten demnach rund 64 Prozent der Befragten, dass der Zuckergehalt sehr hoch ist. Bei der Ampelkennzeichnung erkannten dies demnach etwa 89 Prozent der Befragten. Bei der Vorlage von zwei Frühstücksflocken-Sorten von Nestlé erkannten bei der Ampelkennzeichnung rund 92 Prozent der Befragten richtig, welche Sorte mehr Zucker enthält. Bei der GDA-Kennzeichnung der Industrie seien es nur knapp 26 Prozent gewesen.
Eine große Mehrheit von fast 70 Prozent der Befragten wurde bei dem Vergleich der beiden Frühstücksflocken laut Foodwatch von der GDA-Kennzeichnung sogar auf die falsche Fährte gelockt: Sie hielt das Produkt mit mehr Zucker für das zuckerärmere.
GDA steht für das englische "guideline daily amount", zu deutsch "Richtwert für den Tagesbedarf" an Fett, Zucker und Salz. Angegeben in Prozent wird der Anteil dieser Stoffe an der "empfohlenen Tageszufuhr" einer erwachsenen Frau. Verbraucherschützer bemängeln, dass Angaben für Kinder oder ältere Menschen fehlen. Zudem kann ein Hersteller die Portionsgröße, auf die sich die Angaben beziehen, selbst wählen, so dass Vergleiche schwierig sind.
Die Ampel-Kennzeichnung wiederum weist die wichtigsten Eckdaten zum Nährwertgehalt - den Anteil an Fett, an gesättigten Fetten, an Zucker und Salz - sowie die Kalorien pro hundert Gramm aus. Diese Angaben erscheinen je nach ihrer gesundheitlichen Bedenklichkeit in den Signalfarben rot, gelb oder grün. (aw.yoopress)




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