Deutsche gewinnen Geschmack an Stopfleber

Dienstag, 08. Dezember 2009 | 14:37 Uhr | A.WIRTZFELD | ESSKULTUR
Quelle: AFP
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Einfuhr aus Frankreich um ein Drittel gestiegen

FRANKREICH (Strassburg) - Immer mehr Deutsche gewinnen offensichtlich Geschmack an Stopfleber. Die Ausfuhren der Delikatesse in Richtung Deutschland stiegen im laufenden Jahr gegenüber 2008 um 33 Prozent, wie der französische Erzeugerverband für Stopfleber (Cifog) am Montag in Straßburg mitteilte. Die französischen Hersteller exportierten demnach seit Jahresbeginn 24 Tonnen Stopfleber von Gänsen oder Enten an deutsche Kunden - gegenüber 18 Tonnen im Vergleichszeitraum 2008.

Vor allem in Restaurants, aber auch in Feinkostläden, steige auf der deutschen Rheinseite die Nachfrage, erläuterte Frédéric Cherpin, Exportchef beim Straßburger Traditionsunternehmen Feyel-Artzner. So habe die Straßburger Firma mehrere neue Großkunden gewinnen können, wie Edeka-Märkte im Südwesten des Landes, die Feinkostkette "Frischeparadies" und den Großverbraucher-Service für Gastwirte "Intergast". Der Großteil des deutschen Einzelhandels nehme die Spezialität allerdings nach wie vor nicht ins Sortiment - wegen der Debatte um das von Tierschützern heftig kritisierte Stopfen der Tiere.

In Frankreich wurden laut Cifog im laufenden Jahr insgesamt 19.810 Tonnen Stopfleber hergestellt - dies sind drei Viertel der weltweiten Produktion. Den größten Teil davon essen die Franzosen selbst, vor allem bei den traditionellen Festessen zu Weihnachten und Neujahr. Lediglich zehn Prozent der französischen Stopfleber wird exportiert. Größte Abnehmer sind Spanien, Belgien, Großbritannien, die Schweiz und Deutschland. Der Jahresumsatz der Branche betrug 2008 rund 1,7 Milliarden Euro. (aw.yoopress)

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