Die Fischer aus Taiji treiben jedes Jahr rund 2000 Delfine in einer abgelegenen Bucht zusammen. Einige Dutzend werden gefangen und in Delfinarien gebracht, die restlichen werden mit Harpunen getötet und zu Fleisch verarbeitet. Das Team um Regisseur Louie Psihoyos hatte die umstrittene Tradition für "The Cove" (deutscher Titel: "Die Bucht") teils mit versteckten Kameras gefilmt.
Der Delfinfang sei Teil der Esskultur im Südwesten Japans, verteidigte Takehisa Kobata, der in Taiji in einer Tankstelle arbeitet, die Tradition. "Ich frage mich, wo der Unterschied ist, Delfine zu töten oder andere Säugetiere wie Kühe oder Schweine." Der Tierschützer Ric O’Barry, der in dem Film die Hauptrolle spielt, sagte nach der Oscar-Verleihung, dass es den Machern nicht um eine Verunglimpfung der Japaner gehe. "Wir mögen das japanische Volk", sagte der Delfin-Schützer, der in den 60er Jahren die Tiere für die US-Serie "Flipper" trainierte. Der Film wolle nur aufklären. (aw.yoopress)




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