Der hessische Handkäs wird seit Beginn des 19. Jahrhunderts mit der Hand zu einem kleinen Käselaibchen geformt - heute übernehmen das Formmaschinen. Ausgangsprodukt ist ein Sauermilchquark, dem nur Natron und Salz zugegeben wird. Er enthält nur ein Prozent Fett und 25 Prozent Eiweiß. Zwei Tage reift er in einer Schwitzkammer bei einer Temperatur von 25 bis 28 °C und einer Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent. Sobald die Haut eine gelbliche Farbe zeigt, werden die Laibchen mit einer Salzlauge überzogen und können in den Verkauf. Soll der Handkäs reifer sein, wird er vorher auf 15 bis 18 °C abgekühlt und reift mit Rotkulturen besprüht nochmals zwei Tage.
Jeder der mal in einem hessischen Apfelweinlokal war, kennt ihn als „Handkäs mit Musik“. Traditionell wird er hier und auch anderswo mit einer Marinade aus Zwiebeln, Essig und Öl ("Musik") gereicht. Ebenso wie nun der Handkäs aus Hessen tragen bereits eine Reihe deutscher Produkte vom Schwarzwälder Schinken bis zum Lausitzer Leinöl das EU-Gütesiegel. (aw.yoopress)




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