Der Bierabsatz sank von Januar bis Juni auf 49,3 Millionen Hektoliter und damit auf den niedrigsten Stand in einem ersten Halbjahr seit Beginn der gesamtdeutschen Berechnungen im Jahr 1991. Auch der Verkauf von Biermischungen ging um 7,4 Prozent zurück, wie die Statistiker erklärten. Im vergangenen Jahr hatte der Verkauf dieser Mixgetränke - Bier gemischt mit Limonade, Cola, Fruchtsäften oder anderen alkoholfreien Zusätzen - noch zugelegt.
Der Brauer-Bund machte vor allem das Wetter für den aktuellen Rückgang beim Bierkonsum verantwortlich. Manche Grillparty sei sprichwörtlich ins Wasser gefallen, und die Stühle in den Biergärten seien leer geblieben, erklärte Hauptgeschäftsführer Peter Hahn. Weitere Gründe seien das allgemeine Konsumklima, die Rauchverbote in den Kneipen sowie die Diskriminierung von alkoholhaltigen Getränken in der "alkoholpolitischen Diskussion".
Hauptursache für den seit Jahren zurückgehenden Bierkonsum sei aber die demografische Entwicklung: Es verwundere nicht, dass eine geringere Anzahl an Konsumenten weniger Bier trinke. Die Freundschaft werde Deutschlands liebstem Getränk damit aber nicht aufgekündigt. (aw.yoopress)




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