Kunde entdeckt im Supermarkt Giftpflanze in Rucola-Salat

Mittwoch, 12. August 2009 | 09:11 Uhr | A.WIRTZFELD | UMWELT & GESUNDHEIT
Quelle: AFP
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Die entdeckte giftige Pflanze, auch Greiskraut genannt, kann lebensgefährliche Leberschäden hervorrufen

DEUTSCHLAND (Hamburg) - Ein Supermarkt-Kunde hat in Salatpackungen Blätter einer giftigen Pflanze entdeckt. Die Packungen mit Rucola in einer Filiale des Discounters in Langenhagen bei Hannover enthielten einzelne Stängel des Gemeinen Kreuzkrauts, wie "Spiegel Online" am Dienstag berichtete. Die giftige Pflanze, auch Greiskraut genannt, kann lebensgefährliche Leberschäden hervorrufen. Die Blätter des Kreuzkrauts, das sich in Deutschland nach Angaben von Gesundheitsbehörden ausbreitet, sind von Rucola-Blättern für Laien nur schwer zu unterscheiden.

Der Kunde in Langenhagen erkannte dem Bericht zufolge allerdings die Kreuzkraut-Blätter und kaufte alle vorrätigen Packungen auf. Fünf Proben schickte er dann ans Pharmazeutische Institut der Universität Bonn. Das stellte fest: Die Salatproben enthielten pro 150 Gramm Salat 2500 Mikrogramm Gift aus dem Kreuzkraut, wie ein Sprecher der Hochschule "Spiegel Online" sagte. Ein Mensch sollte pro Tag jedoch nicht mehr als ein Mikrogramm zu sich nehmen.

Die für Lebensmittelsicherheit zuständige Behörde in Hannover machte dem Bericht zufolge bereits alle Supermärkte in der Region auf das Problem aufmerksam. Plus nahm nach Angaben einer Sprecherin die gesamte betroffene Charge aus den Läden und informierte den Lieferanten genauso wie andere Lieferanten über das Problem. (aw.yoopress)

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