Wie können sich Verbraucher über belastete Eier informieren?
Einziger Anhaltspunkt für die Verbraucher, ob sie ein belastetes Ei im Kühlschrank haben, ist bisher der Erzeugercode, der auf jedes Ei gestempelt ist und den Herkunftsbetrieb verrät. Die Landwirtschaftsministerien in NRW und Niedersachsen haben bislang sieben Stempelnummern und in einem Fall den Namen des betroffenen Betriebes veröffentlicht. Es handelt sich um die Codes 0-DE-0521041, 0-DE-0521991 und den Betrieb "AWO Ingenhammshof" aus NRW sowie 0-DE-0357661, 1-DE-0354451, 1-DE-0354452, 1-DE-0354453 und 1-DE-0352691 aus Niedersachsen.
Sind Verbraucher mit Bioeiern auf der sicheren Seite?
Leider nein, wie die jüngsten Fälle in Nordrhein-Westfalen zeigen. In zwei von drei Fällen handelt es sich um Produzenten von Bioeiern.
Gibt es Unterschiede zwischen Eiern aus Freilandhaltung und Ställen?
Flächen im Freien sind häufig stärker belastet als die Böden in Ställen und Käfigen. Weil die Hühner ständig im Boden scharren und Sand aufpicken, führt das nach Angaben der Verbraucherzentrale NRW zu einer höheren Grundbelastung der Eier aus Freilandhaltung.
Ist auch das Hühnerfleisch verseucht?
Das ist unklar. In Nordrhein-Westfalen werden laut Agrarministerium derzeit noch Fleischproben untersucht. Es handele sich ohnehin um Legehennen, die höchstens noch als Suppenhühner verwendet werden, sagte ein Ministeriumssprecher.
Kann ich Dioxine und PCB meiden?
Nein. Die Giftstoffe lassen sich weder riechen noch schmecken und trotzen auch sehr großer Hitze. Dioxine sind in der Umwelt weit verbreitet und reichern sich über die Nahrungskette vor allem im Fettgewebe von Tieren an. Menschen nehmen Dioxin insbesondere über Fleisch, Fisch, Milch und Eier auf. Um die Belastung möglichst gering zu halten empfehlen Experten, wenig fettreiche tierische Lebensmittel zu essen.
Wo können sich Verbraucher über bedenkliche Lebensmittel informieren?
Über problematische Lebensmittel oder Rückrufaktionen informiert unter anderem das Internetportal www.lebensmittelwarnung.de. Die Warnmeldungen lassen sich auch über Twitter verfolgen.
Einem Dutzend EU-Ländern droht weiterer Ärger mit der EU-Kommission, weil dort noch immer Legehennen in Käfigen gehalten werden. "Es bleiben nach ersten Prüfungen noch immer zwölf Länder, die weitere Anstrengungen unternehmen müssen", hieß es am Montag aus EU-Kreisen in Brüssel. Demnach hat von den 13 Ländern, gegen die Ende Januar Verfahren wegen Vertragsverletzung eingeleitet wurden, bislang offenbar nur Rumänien Schritte eingeleitet, um den Forderungen aus Brüssel nachzukommen.
Die restlichen zwölf Länder könnten den Angaben aus Brüssel zufolge vor der Sommerpause den nächsten Mahnbrief im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens erhalten. Am Ende eines solchen Prozesses können Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof und harte Geldstrafen stehen.
Die Käfighaltung von Legehennen ist seit Jahresbeginn verboten, Deutschland hatte die Bestimmungen bereits zuvor umgesetzt. Ein erstes Warnschreiben aus Brüssel hatten Ende Januar Belgien, Bulgarien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Italien, Zypern, Lettland, Ungarn, die Niederlande, Polen, Portugal und Rumänien erhalten. In den Ländern werden nach EU-Angaben noch 47 Millionen Legehennen verbotenerweise in Käfigen gehalten. In Deutschland kommen kaum frische Eier aus anderen Ländern auf den Markt, sie können aber immer noch in Eiprodukten wie Nudeln oder Keksen in die Regale der Supermärkten gelangen.(red.yoopress)




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