Die Getränke seien trotzdem sichere Lebensmittel - nur eben nicht für Kinder geeignet, hieß es in dem Bericht, den das Bundesverbraucherschutzministerium an den Ernährungsausschuss des Bundestages versandte. Das Amt geht demnach nun gegen die Anbieter der Getränke vor: Die Behörde verschickte bislang zwei Untersagungsbescheide an die Hersteller.
Diese müssen ihre Produkte nun entweder vom Markt nehmen oder dürfen sie nicht mehr als Getränke für Kleinkinder vermarkten. "Die übrigen Anhörungs- bzw. Untersagungsbescheide werden derzeit erstellt", hieß es weiter. Die Hersteller haben allerdings die Möglichkeit, der Prüfung des BVL zu widersprechen. Lehnt das Amt die Widersprüche ab, können die Unternehmen noch dagegen klagen.
Die stellvertretende Fraktionschefin der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, kritisierte, die Prüfung des BVL belege, dass es den "versprochenen zusätzlichen Gesundheitsnutzen" von Kleinkinder-Milch nicht gebe. "Kein Kind braucht Kindermilch", sagte sie der "Saarbrücker Zeitung" vom Samstag. Die grüne Verbraucherexpertin Nicole Maisch warf den Herstellern in der Zeitung vor, Eltern doppelt in die Irre zu führen, "indem sie ihre Produkte als vermeintlich gesund und viel zu teuer vermarkten". (red.yoopress)




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