Internationaler Eckart Witzigmann-Preis 2010

Montag, 12. Juli 2010 | 11:26 Uhr | A.WIRTZFELD | PREISE
2010_07-witzigmannpreis
Mit dem «Internationalen Eckart Witzigmann Preis für Große Kochkunst» werden seit 2004 alljährlich Persönlichkeiten geehrt, die sich im Sinne ihrer Ziele in besonderer Weise verdient gemacht haben.

DEUTSCHLAND (Stuttgart) - Prinz Charles of Wales hat die vielfältigen Bemühungen Baden- Württembergs um eine nachhaltige Landwirtschaft und bei der Bewahrung regionaler Produkte, als vorbildlich gewürdigt. „Ich möchte das Land Baden- Württemberg dazu beglückwünschen, dass es so großen Wert legt auf eine gute und gesunde Ernährung – und dies in einer Zeit, in der ein so großer Teil der Welt dabei ist, die Agri-Kultur in eine Agro-Industrie zu verwandeln.“

Das Land im Südwesten, das auf der ganzen Welt gefeiert werde für seine exzellente Automobilindustrie, habe erkannt, dass die Lebensmittelproduktion ein außerordentlich vielfältiger Prozess sein müsse, sagte Prinz Charles in einer Videobotschaft bei der Verleihung des Internationalen Eckart Witzigmann-Preises am Montag, 12. Juli 2010, im Neuen Schloss in Stuttgart. Prinz Charles:“ Ihr Einsatz für natürliche, gesunde Lebensmittel in Verbindung mit der Kunst der Zubereitung macht Sie zum Vorbild nicht nur für andere Europäer, sondern für die ganze Welt.“

Mit dem Internationalen Eckart Witzigmann-Preis 2010, der in Partnerschaft mit dem Land Baden-Württemberg und der Tourismus Marketing GmbH Baden-Württemberg verliehen worden ist, wurden neben dem Prince of Wales ausgezeichnet: Juan Mari und Elena Arzak aus San Sebastian (Spanien), Cesare Giacone aus Serralunga d'Alba (Piemont), Vincent Klink aus Stuttgart und der Maler Dieter Krieg (posthum). Die Landesregierung wurde vertreten durch Friedlinde Gurr-Hirsch, Staatssekretärin im Ministerium für Ländlichen Raum, Ernährung und Verbraucherschutz.

„Mit dem Internationalen Eckart Witzigmann-Preis werden herausragende Persönlichkeiten aus dem Bereich der Kulinaristik ausgezeichnet. Wo sonst, wenn nicht hier, in der führenden Feinschmeckerregion Deutschlands, sollte man einen solchen Preis für große Kochkunst verleihen?", sagte Gurr-Hirsch bei der Preisverleihung und fügte hinzu: „Gastfreundschaft, Genuss und Lebensart sind bei uns in Baden-Württemberg zuhause. Unsere Gastronomie ist führend - in der Spitze, wie in der Breite. Zum erstklassigen Renommee als ‚Genießerland’ tragen auch hochkarätige Veran- staltungen wie der Internationale Eckart Witzigmann-Preis bei.“

Mit der Verleihung der Preise zeichnet Eckart Witzigmann herausragende Leistungen und das besondere Engagement in dem facettenreichen Themenkreis der Kochkunst, der gesunden Ernähung und der nachhaltigen Lebensmittel- Produktion aus. Die Preisträger in 2010 setzen die Reihe der mit diesem Preis Ausgezeichneten der letzten sechs Jahre fort, zu denen neben Carlo Petrini und Dieter Kosslick u. a. Günter Grass, Daniel Spoerri ,Tomi Ungerer, Alice Waters sowie die Spitzenköche Ferran Adrià, Marc Haeberlin, Frédy Girardet, Harald Wohlfahrt und Dieter Müller gehören.

Prinz Charles konnte aus terminlichen Gründen an der Preisverleihung in Stuttgart nicht selbst teilnehmen. Er hat seinen Neffen, Philipp Fürst von Hohenlohe- Langenburg, gebeten, den Preis für ihn entgegenzunehmen. Prinz Charles beabsichtigt, im kommenden Jahr nach Baden-Württemberg zu kommen. Er möchte sich selbst ein Bild machen von den herausragenden Produkten der Region und der Förderung der lokalen Landwirtschaft und Lebensmittelproduktion. Prinz Charles sagte in seiner Rede via Video: „Ich weiß, dass gerade Hohenlohe die Region Europas ist, die mit die höchste Dichte an Bauernhöfen hat, die biologisch orientiert arbeiten, und dass sich dort viele Bauern um fast ausgestorbene Tierrassen kümmern- wie um das Limpurger Rind mit dem Boeuf de Hohenlohe oder auch um das Schwäbisch- Hällische Landschwein. Es ist für mich eine freudige Überraschung, dass die Duale Hochschule in Bad Mergentheim mit so viel Erfolg den ersten Studiengang für Food -Management anbietet.“

Prinz Charles zeigte sich „zutiefst davon überzeugt, dass die Lösung der Welternähungsfragen, die Wahrung der Ressourcen und die Bewältigung der Probleme des Weltklimas und damit die Zukunft unserer Enkel zu allererst in der Arbeit des Bauern liegt, der in Harmonie mit der Natur lebt und arbeitet –aufrichtig, mit positiver Kraft und Überzeugung und mit gesunden Böden, mit gesunden Pflanzen und gesunden Tieren. Und indem der Farmer so arbeitet, versorgt er uns mit gesunden Lebensmitteln. Aber es ist lebenswichtig, dass immer mehr Menschen das wissen und verstehen.“ (aw.yoopress)

Kommentare (0)