Der Vebu bittet nun Sympathisanten seiner Idee Herrn Rösler nachfolgende Richtigstellung zu senden und somit zu protestieren und mitzuteilen, dass die Gründe für einen Veggietag gewichtig sind:
Zitat VEBU:
Sehr geehrter Herr Rösler,
bei Ihrer Antrittsrede als neuer Parteichef der FDP haben Sie unter anderem über den Veggietag gesprochen. Sie meinten weiterhin, dass am Veggietag keine Gerichte mit Fleisch gekocht und ausgeteilt werden dürften und man damit den Menschen vorschreiben würde, was sie essen dürften und was nicht. Ihre Aussage stimmt so nicht. Der Veggietag setzt komplett auf Freiwilligkeit. Niemand wird dazu gezwungen, sich an der Kampagne zu beteiligen. Sie mögen sich vielleicht fragen, aus welchen Gründen sich Menschen für einen Veggietag einsetzen. Ich würde mich freuen, wenn Sie sich als Arzt die nachfolgenden fünf Gründe durchlesen würden.
Gründe für den Veggietag:
1. Klimaschutz - Eine Kuh belastet das Klima genauso stark wie ein moderner Personenwagen, der pro Jahr 18.000 Kilometer zurücklegt. Eine Studie der Vereinten Nationen zeigt, dass die globale Tierhaltung 18% der treibhauswirksamen Gase verursacht – mehr als der weltweite Verkehrssektor zusammen. Eine Ernährung ohne Fleisch- und Milchprodukte verringert den ökologischen Fußabdruck im Ernährungsbereich um 87%. Ein deutschlandweiter Veggietag pro Woche entspräche einer jährlichen Einsparung der Klimagase von 6 Millionen Autos.
2. Gesundheit - Jeder Bundesbürger isst im Schnitt mehr als 1,2 Kilogramm Fleisch pro Woche, empfohlen werden maximal 300 bis 600 Gramm. Ganz vegetarisch lebt es sich sogar am gesündesten. Übermäßiger Fleischkonsum führt zu Volkskrankheiten wie Übergewicht, Diabetes, Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und verschiedenen Krebsarten. Eine britische Studie hat gezeigt, dass durch eine Reduzierung des Fleischkonsums um 30% allein in Großbritannien jährlich 18.000 vorzeitige Todesfälle vermieden werden könnten. Auf Deutschland übertragen, entspräche dies über 24.000 Menschen pro Jahr. Fünfmal mehr, als jährlich im Autoverkehr sterben.
3. Ethik und Tierschutz - Im Laufe seines Lebens isst jeder Deutsche durchschnittlich 1094 Tiere – Fische und andere Meerestiere noch nicht inbegriffen. Durch einen bundesweiten Veggietag müssten jährlich über 140 Millionen Tiere weniger gezüchtet und geschlachtet werden. Diesen Tieren würde damit auch das Leid bei der Aufzucht, der Haltung, den Tiertransporten und der Schlachtung erspart bleiben.
4. Nahrungsmittelsicherung - Ein Hektar Land produziert Rindfleisch für die Ernährung von nur einem Menschen oder aber genügend Kartoffeln für 22 Menschen. Die Soja- und Maisimporte, aus denen Futtermittel vorwiegend bestehen, kommen zu großen Teilen aus Entwicklungs- und Schwellenländern und werden dort zur Versorgung der eigenen Bevölkerung benötigt. Durch den erhöhten Bedarf an Futtermitteln wird fruchtbarer Boden knapp. Mit einem deutschlandweiten Veggietag pro Woche könnten jährlich weit über 2 Millionen Tonnen Getreide eingespart werden. Diese Menge würde ausreichen, um den Kalorienbedarf von über 8 Millionen Menschen zu decken.
5. Genuss - Das einzig Beständige ist der Fortschritt – in der Computertechnik, in der Medizin und auch in der Ernährung. Aber Hand aufs Herz: Wann haben Sie das letzte Mal eine der vegetarischen Neuerungen im Supermarkt probiert? Oder ein neues fleischfreies Rezept? Eine zeitgemäße Ernährung kann spannend und bereichernd sein. Das Sortiment ist längst den Kinderschuhen von Salat bis Tofu entwachsen und hält viele großartige Geschmackserlebnisse für Sie bereit. Versuchen Sie es selbst am nächsten Donnerstag, und genießen auch Sie die Vorzüge einer fleischfreien Ernährung.
Wenn Sie das nächste Mal über den Veggietag sprechen, so hoffe ich, werden Sie positivere Worte finden um diesen zu beschreiben, denn er ist ein Gewinn für Mensch, Tier und Umwelt. (vebu)




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