Weniger Höfe in Deutschland - aber dafür größer

Sonntag, 30. Januar 2011 | 16:07 Uhr | RED.YOOPRESS | ÖKOLANDBAU
Quelle: AFP
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Bio-Landbau wächst langsam auch durch zusätzliche Umsätze mit der Erzeugung erneuerbarer Energien

DEUTSCHLAND (Wiesbaden) - Der Strukturwandel der Landwirtschaft in Deutschland geht ungebremst weiter: Im vergangenen Jahr sank die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe erneut, ihre Größe hingegen stieg weiter, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Donnerstag mitteilte. Demnach gab es 2010 rund 300.700 Bauernhöfe hierzulande, sieben Prozent weniger als 2007.

Im gleichen Zeitraum stieg die durchschnittliche Betriebsgröße von 52 Hektar auf 56 Hektar. Diese Entwicklung werde sich in den kommenden Jahren fortsetzen, erklärte der Bauernverband in Berlin. Er forderte von Politik und Gesellschaft, die kleinen Betriebe zu stärken. Nur sie seien Garant für eine artgerechte Tierhaltung und einen nachhaltigen Umgang mit natürlichen Ressourcen.

Ökologisch bewirtschafteten im vergangenen Jahr 16.200 Betriebe ihr Land. Ihr Anteil an der Gesamtzahl der Höfe betrug damit nur fünf Prozent. Die Fläche wächst aber laut Statistik seit Jahren: Sie betrug 2010 rund 979.000 Hektar, das war doppelt so viel Fläche wie noch vor zehn Jahren.

Viele Landwirte verdienen der Statistik zufolge dazu: Ein Drittel von ihnen macht demnach Geld mit der Erzeugung erneuerbarer Energien wie Biogas oder Solarstrom, verrichtet Arbeiten für Kommunen oder andere Betriebe oder bewirtschaftet Wald. (red.yoopress)

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