Bauern verdienten 2011 mehr mit Bioprodukten

Donnerstag, 09. Februar 2012 | 07:59 Uhr | RED.YOOPRESS | ÖKOLANDBAU
Quelle: AFP
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Schlechte Ernten und hohe Nachfrage treiben Erzeugerpreise (Foto: Fotolia)

DEUTSCHLAND (Bonn) - Die Landwirte in Deutschland haben vergangenes Jahr für viele Bioprodukten mehr Geld verlangt. Die hohe Nachfrage, zwei schlechte Getreideernten in Folge, aber auch steigende Produktionskosten hätten die Erzeugerpreise 2011 über das Jahr hinweg steigen lassen, teilte die Agrarmarkt Informationsgesellschaft (AMI) am Mittwoch in Bonn mit. Neben dem Getreide seien auch Bioeier, Milch und Fleisch im Laufe es Jahres teurer geworden. Gleichzeitig sei die insgesamt produzierte Menge Bioprodukte weiter gestiegen.

Für Bio-Schweinfleisch hätten viele Abnehmer fünf bis 15 Cent je Kilo mehr gezahlt, teilte die AMI. Auch Biomilch habe sich übers Jahr verteuert, jedoch weniger stark als herkömmliche Milch. Der Preisabstand bei den Erzeugern zwischen Biomilch und herkömmlicher Milch habe sich deshalb auf weniger als acht Cent verringert.

Die Getreideernte 2011 sei noch schlechter ausgefallen als 2010, teilte die AMI mit. Auch habe die Qualität des Getreides in allen Regionen unter dem Dauerregen im Sommer gelitten. Für das erste Halbjahr werde damit gerechnet, dass die Erzeugerpreise für Biogetreide stabil blieben.

Erzeugerpreise sind jene Preise, die Landwirte für den Verkauf ihrer Produkte von Abnehmern erhalten. Je mehr Handelsstufen zwischen Verbraucher und Erzeuger liegen, desto weiter liegen in der Regel Erzeuger- und Endverbraucherpreis auseinander. Die Erzeugerpreise können auch einen Hinweis darauf geben, ob Verbraucher im Handel künftig mit Preiserhöhungen rechnen müssen. (red.yoopress)

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