BSE - Rinderwahnsinn in Europa nahezu ausgerottet

Dienstag, 20. Juli 2010 | 07:21 Uhr | RED.YOOPRESS | TIERHALTUNG
Quelle: AFP
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EU-Kommission will Verbot der Tiermehl-Verfütterung lockern

BELGIEN (Brüssel) - Rund ein Vierteljahrhundert nach dem erstmaligen Nachweis der Rinderseuche BSE ist die Krankheit in Europa nahezu ausgerottet. Dank strenger Hygiene-Vorschriften stehe die Europäische Union kurz vor dem Ende der Seuche, erklärte der für Gesundheit und Verbraucher zuständige EU-Kommissar John Dalli am Freitag in Brüssel. Die EU-Kommission will deshalb Regeln wie das Verbot der Verfütterung von Tiermehl wieder lockern.

Die auch Rinderwahnsinn genannte Seuche war Mitte der 80er Jahre erstmals bei Kühen in Großbritannien aufgetaucht und breitete sich dann in ganz Europa aus. Auf dem Höhepunkt der BSE-Krise verhängte die EU 1996 ein Exportverbot über britisches Rindfleisch. Forscher hatten zuvor nachgewiesen, dass der Verzehr von BSE-belastetem Fleisch zur neuen Variante der tödlich verlaufenden Creutzfeldt-Jakob-Krankheit beim Menschen führen kann.

Die Kommission schlug nun in einer Mitteilung an EU-Staaten und Europaparlament vor, das Verfütterungsverbot von Tiermehl zu lockern. Künftig sollen Bauern Rindermehl wieder an Schweine, Geflügel oder Fische verfüttern dürfen, aber nicht an andere Rinder. Da die Zahl der positiv auf BSE getesteten Tiere im vergangenen Jahr auf Null sank, sollen zudem die Notschlachtungen ganzer Tierherden ein Ende haben. (red.yoopress)

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