DEMO: Nein zu Gentechnik, Tierfabriken, Dumping-Exporten

Donnerstag, 20. Januar 2011 | 06:50 Uhr | RED.YOOPRESS | AFFÄREN
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Adressaten des Protests sind Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne

DEUTSCHLAND (Berlin) - Zum ersten Mal ruft ein breites Bündnis von Bauern-, Umwelt, Tierschutz- und Entwicklungsorganisationen unter dem Motto "Wir haben es satt! - Nein zu Gentechnik, Tierfabriken und Dumping-Exporten" zu einer zentralen Demonstration während der "Grünen Woche" in Berlin auf. Slow Food Deutschland gehört zu den 19 Trägern der Veranstaltung, die am Samstag, dem 22. Januar 2011 stattfindet.

BÄUERLISCHE ERZEUGERGEMEINSCHAFT SCHWÄBISCH HALL

„Wir haben es satt, dass Frau Merkel weiterhin die Futtermittelindustrie deckt und auf Kosten von Bauern und Verbrauchern versucht, den Dioxinskandal auszusitzen,“ so Rudolf Bühler, Öko-Bauer und Vorsitzender der Bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall. „Das zarte Pflänzchen ‚Agrarwende 2001’ nach der BSE-Krise wurde von der Bundesregierung seit 2006 torpediert und umgewandelt in ein Förderprogramm ‚Industrielle Massentierhaltung’ und ‚Agro-Gentechnik-Forschung’. Dies hat ein massenhaftes Bauernhofsterben zur Folge,“ erklärt Bühler

SLOW FOOD

„Wir freuen uns über alle Slow Food Mitglieder, die schon geplant haben oder sich noch spontan entscheiden werden, nach Berlin zu kommen, um im Sinne der Slow Food Philosophie für eine nachhaltigere und klimaschonende Lebensmittelversorgung aus einer bäuerlichen Landwirtschaft und für faire, gesunde und saubere Agrarprodukte zu demonstrieren“, heißt es in der Pressemitteilung von Slow Food

BUND

„Die angekündigten Maßnahmen der Bundesregierung nach dem Dioxinskandal werden uns nicht vor weiteren Skandalen schützen, solange die gleiche Regierung faktisch die Massentierhaltung subventioniert und in Brüssel Reformansätze bereits im Keim erstickt. Die Bundesregierung braucht ein neues Leitbild für eine nachhaltige, tiergerechte Landwirtschaft, bei dem Verbraucherinteressen und der Tierschutz stärker berücksichtigt werden als die Exportinteressen weniger Schlachthöfe“, fordert Reinhild Benning (BUND), Pressesprecherin von „Wir haben es satt“.

DEMOORGANISATION

„Wir werden der Bundesregierung, die nach dem Durchmarsch der Atomindustrie auch den Durchmarsch der Agrar- und Gentechnikindustrie plant, einen Strich durch die Rechnung machen“, sagt Jochen Fritz, Pressesprecher der Demo. „Wir haben diese Agrarpolitik auf Kosten von Umwelt, Tierschutz, Verbraucherschutz und Ernährungssicherheit satt. Frau Merkel muss Verbraucherschutz und nachhaltige Landwirtschaft endlich zur Chefinnensache machen, statt nur zu beschwichtigen,“ so Fritz weiter.

Die Adressaten des Protests sind Landwirtschaftsminister aus aller Welt und internationale Agrarkonzerne, die sich auf Einladung der Bundesregierung zur "Grünen Woche" in der Hauptstadt treffen. Die Veranstaltung wirbt für ein nachhaltiges Umdenken in der Agrarpolitik. (red.yoopress)

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