China fürchtet erneuten Milchskandal

Dienstag, 22. Februar 2011 | 07:07 Uhr | RED.YOOPRESS | AFFÄREN
Quelle: AFP
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Milchprodukte mit Reststoffen aus Lederherstellung gepanscht

CHINA (Peking) - Mehr als zwei Jahre nach dem Skandal um Melamin-verseuchte Milch müssen Chinas Verbraucher mit neuen gefährlichen Panschereien rechnen. Wie chinesische Medien am Freitag unter Berufung auf Pekings Kontrollbehörde berichteten, reicherten einige "skrupellose" Milchproduzenten ihre Produkte mit potenziell schädlichen Resten aus der Lederproduktion an, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Die Behörde zur Überwachung der Produktqualität kündigte auf ihrer Internetseite ein hartes Durchgreifen an. Ob im großen Umfang gepanscht wurde, blieb offen.

2008 waren sechs Kindern nach dem Genuss von mit Melamin gepanschter Milch gestorben, fast 300.000 mussten mit schweren Nierenleiden behandelt werden. Das Melamin war ebenfalls Milchpulver beigemischt worden, um einen höheren Proteingehalt vorzutäuschen. Eigentlich wird die gefährliche Chemikalie zur Herstellung von Plastik verwendet.

Nach Angaben der "China Daily" vom Freitag war bereits im März 2009 ein Betrieb in der westlichen Provinz Zhejiang geschlossen worden, der sein Milchpulver mit Wasser und Leder-Proteinen gestreckt hatte. Laut den Medien ist das Protein aus der Tierhaut für den menschlichen Verzehr ungeeignet, wenn beim Verarbeitungsprozess gefährliche Chemikalien wie etwa Schwefelsäure eingesetzt werden. Seit Februar 2009 ist es demnach als Zusatz in Lebensmitteln verboten. (red.yoopress)

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