Prozess um tödliches Wetttrinken - Anklage fordert vier Jahre Haft für Wirt

Mittwoch, 17. June 2009 | 20:10 Uhr | A.WIRTZFELD | DROGEN & SUCHT
Quelle: AFP
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Nach 45 Gläsern Tequila und 4,4 Promille Alkohol im Blut verfiel ein 16-jähriger Berliner ins Koma und verstarb einen Monat später

DEUTSCHLAND (Berlin) - Im Prozess um ein tödliches Wetttrinken mit einem 16-jährigen Jungen in einer Berliner Kneipe hat die Staatsanwaltschaft für den angeklagten Gastwirt eine Haftstrafe von insgesamt vier Jahren gefordert. Er habe sich der Körperverletzung mit Todesfolge schuldig gemacht und zudem mehrfach gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen, argumentierte die Anklagebehörde am Mittwoch vor dem Berliner Landgericht. Die als Nebenklägerin auftretende Mutter schloss sich laut einem Gerichtssprecher der Forderung an.

Der Anklage zufolge hatte Aytac G. im Februar 2007 mit dem 16-Jährigen um die Wette Tequila getrunken. Jedoch soll der Wirt zum überwiegenden Teil Wasser zu sich genommen haben, während dem Jugendlichen mindestens 45 Gläser Tequila eingeschenkt wurden. Der Junge hatte zum Schluss 4,4 Promille Alkohol im Blut, fiel ins Koma und starb etwa einen Monat später. Zudem wirft die Staatsanwaltschaft "Aytac G." vor, von 2005 bis 2007 in 173 Fällen gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen und Kindern und Jugendlichen Alkohol verkauft zu haben. (aw.yoopress)

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