Das "Noma", ein umgebautes Schiffslagerhaus aus dem 18. Jahrhundert, serviert vornehmlich nordische Spezialitäten. Es wurde von 800 internationalen Kritikern und Fachleuten zum besten Restaurant gewählt. Chefkoch Redzepi hatte sich unter Feinschmeckern bereits in den vergangenen Jahren einen exzellenten Ruf erarbeitet, auch weil im "Noma" hauptsächlich saisonale und regionale Zutaten verwendet werden - darunter beispielsweise Radieschen mit essbarem Erdreich. Der 32-jährige Redzepi wertete die Ehrung in London als Erfolg der "Arbeit der Mannschaft" in der Küche und im Restaurant.
Das "El Bulli" von Ferran Adria, das zuvor viermal in Folge den Spitzenplatz unter den weltweit 50 besten Restaurants eingenommen hatte, kam auf Platz zwei. Adria, der als "Papst der Molekularküche" gilt, konnte sich jedoch mit einem anderen Titel trösten: Der Spanier wurde für seine unangefochtene Spitzenstellung in den Jahren 2006 bis 2009 als "Chefkoch des Jahrzehnts" ausgezeichnet. Adria sprach von einem "besonderen Tag", weil es der letzte sei, an dem er einen Gastronomiepreis erhalten werde.
Ende Januar hatte Adria angekündigt, dass sein in Katalonien gelegenes Restaurant für zwei Jahre schließen werde. Das "El Bulli" werde 2012 und 2013 keine Mahlzeiten servieren, er brauche Zeit, um darüber nachzudenken, wie es 2014 weitergehen solle, sagte Adria.
Auch ein japanisches Restaurant wurde in London ausgezeichnet: Das "Les Creations de Narisawa" in Tokio wurde wegen seines unkonventionellen Zugangs zur französischen Küche zum besten Restaurant Asiens gekrönt. Die Jury lobte Küchenchef Yoshihiro Narisawa für das Experimentieren mit Zutaten wie Erde und Holzkohle. Zu den typischen Gerichten Narisawas gehören Gänseleber mit Erdbeeren oder mit Vanille gewürzter Hummer. Auf der Liste der 50 weltbesten Restaurants belegt das "Les Creations de Narisawa" den 24. Platz. (aw.yoopress)




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