Digitalers Appetithäppchen: Ein Restaurant im iPad-Fieber

Sonntag, 06. June 2010 | 17:56 Uhr | A.WIRTZFELD | GASTRONOMIE
Quelle: AFP
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Australisches Lokal nutzt Minicomputer als Speisekarte

AUSTRALIEN (Sydney) - Speisekarten aus Papier waren gestern - zumindest in einem australischen Restaurant, das sein Angebot seit neuestem auf iPads, den populären Minicomputern von Apple, präsentiert. In dem Lokal Global Mundo Tapas des Rydges Hotel in Sydney werden auf den iPads die Gerichte und Getränke mit Fotos und Bewertungen aufgelistet, wie Hotelchef Craig Simpson am Freitag erläuterte. "Ein Punkt, in dem sich unser Restaurant von anderen unterscheidet, ist die einmalige Speisekarte." Da rechneten sich auch die hohen Kosten für das iPad, das in Australien Ende Mai für umgerechnet 429 Euro auf den Markt kam. "Alle sind aufgeregt wegen des iPads und wir springen auf diesen Zug auf", sagte Simpson.

Um seinen Gästen etwas Besonderes zu bieten, nimmt es das Restaurant auch in Kauf, dass ein Glas Wein auf den elektronischen Karten verschüttet wird oder Gäste den Minicomputer heimlich mit nach Hause nehmen. Simpson war am Freitag vergangener Woche, dem Tag des iPad-Verkaufsstarts in Australien, extra nach Adelaide geflogen, um dort zehn der Minicomputer zu ergattern. Insgesamt gibt es im Global Mundo Tapas nun 15 der trendigen Speisekarten.

Mit dem iPad können die Gäste des Restaurants eine Bestellung abgeben, ohne dass ein Kellner auftaucht. Wenn ein Steak geordert wird, fragt der Computer gleich nach, ob es blutig, medium oder durchgebraten sein soll. Geplant sind außerdem Funktionen, die zu einem Gericht gleich den passenden Wein vorschlagen und nicht mehr vorrätige Speisen und Getränke gleich von der Karte entfernen.

Laut dem Restaurantmanager für Speisen und Getränke, Fareid Taheri, werden die iPad-Speisekarten sehr gut angenommen. "Das ist etwas, mit dem man spielen kann, während man bestellt", sagte er. Auch ein Mittagsgast zeigte sich überzeugt von dem Konzept. "Bei einer Speisekarte weißt Du nicht wirklich, was Du bekommst," sagte David Wisemantel. Er bestelle viel lieber, wenn er wisse, wie das Gericht aussieht. (aw.yoopress)

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