Erstes Fast-Food-Restaurant in Nordkorea eröffnet

Montag, 27. Juli 2009 | 06:45 Uhr | A.WIRTZFELD | GASTRONOMIE
Quelle: AFP
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Auf Kimchi (Foto), der traditionellen koreanischen Beilage, kann auch das erste Fast-Food-Restauran in Nordkorea nicht verzichten

NORDKOREA (Seoul) - In Nordkorea hat das erste Fast-Food-Restaurant eröffnet. Wie die in Japan erscheinende Zeitung für Exil-Koreaner "Choson Sinbo" am Wochenende berichtete, wird das Lokal Samtaeseong in der Hauptstadt Pjöngjang in Zusammenarbeit mit einem Unternehmen aus Singapur betrieben.

Verkauft werden demnach Hamburger mit Fleisch, Fisch und Gemüse. Um sich vom US-Vorbild abzugrenzen, werden die nordkoreanischen Hamburger allerdings anders bezeichnet: Auf der Speisekarte stehen dem Bericht zufolge Gerichte wie "Hackfleisch mit Brot" oder "Gemüse mit Brot". Dazu wird die traditionelle koreanische Beilage Kimchi, sauer eingelegtes Gemüse, serviert.

Der Burger mit Hackfleisch kostet dem Bericht zufolge umgerechnet 1,20 Euro - das ist mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Tageseinkommens in Nordkorea. Das bitterarme kommunistische Land hat immer wieder Engpässe bei der Versorgung mit Lebensmitteln. Ende der 90er Jahre starben bei einer Hungersnot Schätzungen zufolge eine Million Menschen. Im März wurde laut "Choson Sinbo" auf Anweisung von Staatschef Kim Jong Il bereits ein italienisches Restaurant in Pjöngjang eröffnet. (aw.yoopress)

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