Viele Kubaner hatten in der Vergangenheit bereits selbst angebaute Produkte entlang der Straßen angeboten, waren aber immer auf der Hut vor der Polizei. Nun können sie nach Angaben der Regierung bei den Behörden eine Lizenz beantragen und ihren Geschäften legal nachgehen. Auf ihre Einnahmen aus dem Verkauf werde aber eine Steuer von fünf Prozent erhoben. Offiziellen Statistiken zufolge war die landwirtschaftliche Produktion auf der kommunistisch geführten Karibikinsel im ersten Halbjahr 2010 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zehn Prozent gesunken.
Kuba sieht sich angesichts seiner tiefgreifenden Wirtschaftskrise zur Ausweitung der Privatwirtschaft gezwungen. Staatschef Raúl Castro hatte bei einer Parlamentssitzung Anfang August angekündigt, die Selbständigkeit stärker zu fördern. Wirtschaftsminister Marino Murillo stellte aber klar, dies bedeute keine Abkehr vom Kommunismus. Es handele sich lediglich um eine "Aktualisierung des kubanischen Wirtschaftsmodells". (red.yoopress)




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