Die Überfischung der Weltmeere habe daher nicht nur negative ökologische Konsequenzen, warnte die FAO. "Sie verringert auch die Produktion, was auch negative soziale und wirtschaftliche Folgen hat", heißt es in dem Bericht. Die Branche stehe schon jetzt vor vielen Probleme. Als Beispiele nannte der Chef der FAO-Abteilung für Fischerei, Arni Mathiesen, eine schlechte weltweite Steuerung, schlechte Fangmethoden und Konflikte über die Nutzung der Fisch-Ressourcen.
Die Tierschutzorganisation WWF erklärte, für die Weltmeere gebe es weiter keine Entwarnung. Die Fischbestände seien weiter "fest im Würgegriff der globalen Fangflotten", erklärte die Fischereiexpertin des WWF, Karoline Schacht. Die nur langsame Verbesserung nach einer Überfischungsquote von 32 Prozent der Bestände im Jahr 2010 mache deutlich, "wie weit wir tatsächlich noch von nachhaltiger Fischerei und gesunden Meeren entfernt sind."
Der WWF verlangte langfristige Wiederaufbaupläne für die überfischten Bestände. Es sei keine Lösung, einfach die bislang moderat genutzten Bestände ohne strikte Auflagen stärker auszubeuten: "Wir dürfen nicht unser jahrzehntelanges Fehlverhalten auch noch auf die letzten unversehrten Reserven übertragen", forderte Fischereiexpertin Schacht. (red.yoopress)




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