In die Lücke dürften den Zahlen zufolge vor allem die USA stoßen: Sie werden den neuen Zahlen zufolge knapp 33 Millionen Tonnen für den Export produzieren, das ist sechsmal mehr als im Juli prognostiziert. Auch die Länder der Europäischen Union mit 24 Millionen Tonnen an Export-Getreide und Australien mit 16,5 Millionen Tonnen dürften von den Ausfällen in Russland profitieren. Hier wurden die Juli-Prognosen jeweils um eine Million Tonnen angehoben.
Auch die gesamten Einbußen bei der weltweiten Weizenernte dürften sich in Grenzen halten, wie die USDA mitteilte. In der Anbauperiode 2010/2011 würden voraussichtlich rund 645 Millionen Tonnen Weizen eingefahren, teilte die Behörde mit. Das sind rund fünf Prozent weniger als jeweils in den beiden Vorjahren.
Die weltweite Weizenreserve dürften sich demnach zum Ende der Ernteperiode auf 175 Millionen Tonnen belaufen, das wären rund zehn Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Russlands Präsident Dmitri Medwedew sagte am Donnerstag laut Nachrichtenagentur Interfax, im gesamten Land sei wegen der anhaltenden Trockenheit rund ein Viertel der Getreideernte verloren. Normalerweise erntet Russland rund 90 Millionen Tonnen Getreide. Die Regierung hatte am vergangenen Donnerstag ein Exportverbot für Weizen und Weizenprodukte angeordnet. (red.yoopress)




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