Immer mehr Menschen hätten "den Einheitsbrei mit Geschmacksverstärkern und künstlichem Aroma satt", erklärte der Verband. Das belege auch eine Umfrage unter rund 320 Verbrauchern, von denen elf Prozent in Folge des Dioxinskandals ihr Einkaufsverhalten geändert hätten und nun häufiger zu Bioprodukten griffen. Demnach bezeichnet sich jeder Zehnte als Neukunde des Bio-Fachhandels. Von den Neukunden wolle wiederum jeder Zweite "auf jeden Fall" oder "wahrscheinlich" wieder dort einkaufen.
Der Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) errechnete für den gesamten Biolebensmittel-Markt in Deutschland ein zweiprozentiges Umsatzplus im Jahr 2010. Demnach stagnierte das Wachstum des konventionellen Handels bei Bio-Produkten, während der Naturkost-Fachhandel um acht Prozent zugelegt habe. Das Marktvolumen betrug demnach insgesamt 5,9 Milliarden Euro.
Dabei war die Nachfrage nach Bioprodukten laut BÖLW weiterhin größer als das heimische Angebot, obgleich die ökologisch bewirtschaftete Fläche um 5,7 Prozent weiter gewachsen sei. Inzwischen werden demnach gut eine Million Hektar in Deutschland ökologisch bewirtschaftet. Die Zahl der Bio-Betriebe nahm binnen eines Jahres von 21.047 auf 22.200 zu, ein Plus von 5,4 Prozent. (red.yoopress)




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