"Es ist bedenklich, wenn Kapitalanleger und Indexfonds die Rohstoffknappheit bei Lebensmitteln nutzen, um kurzfristige Gewinne zu erzielen", sagte Aigner bei der Veröffentlichung der diesjährigen Erntebilanz am Freitag in Berlin. Warenterminbörsen seien zwar ein "sehr sinnvolles Instrument" zur Stabilisierung der Preise und zur Risikoabsicherung, allerdings gebe es hier auch "Anlass zur Besorgnis".
Aigner warnte allerdings vor einfachen Antworten. Konkrete Vorschläge oder Konzepte gebe es bisher noch nicht, sagte die Ministerin. Das Thema sei "sehr komplex", die Expertenmeinungen gingen "sehr auseinander". "Hier ist auch die Finanzaufsicht gefragt." Im Aktienmarkt gebe es schließlich bereits höhere Anforderungen an die Transparenz. In Deutschland solle nun zunächst analysiert werden, wie Agrar- und Rohstoffmärkte transparenter werden könnten.
Die FAO in Rom organisiert ein außerordentliches Treffen von Regierungsvertretern am 24. September, um über die aktuellen Spannungen auf dem Nahrungsmittelmarkt zu beraten, wie sie mitteilte. Sie fürchte zwar keine neue Lebensmittelkrise wie in den Jahren 2007 und 2008, allerdings gebe es eine Menge Unruhe auf den Märkten, erklärte die FAO und verwies auf die Ankündigung Russlands, das Exportverbot von Weizen bis zur nächsten Ernte aufrechtzuerhalten. (red.yoopress)




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