Rindfleisch ist nun rückverfolgbar von der Theke bis zur Erzeugung

Mittwoch, 08. Juli 2009 | 13:30 Uhr | A.WIRTZFELD | POLITIK
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Ob Rindersteak oder Hackfleisch - die BLE informiert in einem neuen Leitfaden über die Rückverfolgung bis zur Erzeugung

DEUTSCHLAND (Berlin) - "Ob Rindersteak oder Hackfleisch - das Rindfleisch, das wir kaufen, ist rückverfolgbar bis zu einer Gruppe von Tieren beim Landwirt." So Dr. Matthias Nickel von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE). Der neue Leitfaden "Rindfleischetikettierung" gibt Hilfestellung für die Praxis. Er informiert umfassend über die Kennzeichnung und Rückverfolgung, beschreibt Hintergründe und das Kontrollverfahren.

"Der Leitfaden ist ein praktisches Handbuch für alle Beteiligten der Vermarktungskette von Rindfleisch - egal ob Erzeugung oder Verkauf. Er richtet sich aber auch an Verbraucherinnen und Verbraucher",  betont Nickel. Beispiele und Schaubilder im Leitfaden verdeutlichen wie Rindfleisch etikettiert und registriert wird.

Die BLE veröffentlicht jetzt bereits die zweite Auflage des Leitfadens. Die Neufassung informiert über Rechtsänderungen und Vereinfachungen bei der Etikettierung. Aktualisiert und überarbeitet wurden insbesondere die Ausführungen zu den sogenannten Drittlandsangaben, also den Angaben bei Rindfleisch aus Nicht-EU Ländern wie zum Beispiel Neuseeland und Argentinien.

Hintergrund: Die Etikettierung von Rindfleisch ist ein System zur Herkunftssicherung von Rindfleisch. Es gilt zusätzlich zu den allgemeinen Vorschriften des Lebensmittelrechts und der Lebensmittelkennzeichnung. Die Herkunft von Rindfleisch wird damit transparent gemacht und trägt zu einem hohen Schutzniveau der öffentlichen Gesundheit bei.

Eingeführt wurde die Etikettierung von Rindfleisch im Anschluss an das Auftreten von BSE. Die BSE-Krise hatte bei den Verbrauchern zu einem Vertrauensverlust in die Qualität von Rindfleisch und zu einem drastischen Rückgang des Rindfleischverbrauchs geführt.

Der neue Leitfaden kann bestellt werden bei der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung, Referat 414, Deichmanns Aue 29, 53179 Bonn oder unter rindfleischetikettierung@ble.de. (aw.yoopress)

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