Mais ist weltweit die drittwichtigste Nahrungspflanze nach Reis und Hirse. "Indem wir das gesamte Genom in der Hand haben, wird es einfacher, neue Mais-Arten zu züchten, die eine höhere Ausbeute erzeugen und toleranter gegenüber extremer Hitze, Dürre oder anderen Bedingungen sind", erklärte Richard Wilson, Leiter des Genom-Zentrums der Washington Universität. "Saatgutfirmen und Mais-Genetiker werden sich auf diese Daten stürzen." Sie könnten jetzt genau feststellen, wo vielversprechende Gene lägen, die veränderte Arten ermöglichten.
Der Gencode von Mais bestehe aus 2,3 Milliarden DNA-Basen, heißt es in der Untersuchung, die am Freitag in der mehreren Fachzeitschriften veröffentlicht wurde. Von der Menge her sei die Pflanze damit nicht weit entfernt vom menschlichen Genom, das aus 2,9 Milliarden organischen Basen besteht.
Bei der Erforschung des Pflanzencodes hatten die Forscher große Schwierigkeiten, die genau Reihenfolge zu bestimmen. Dies lag daran, dass 85 Prozent praktisch aus Wiederholungen bestehen. Warum es diese bei Mais so häufig gibt, ist unklar. "Die Erforschung des Mais-Genoms war, als wenn man Meilen über Meilen eine trostlose Autobahn entlangfährt", sagte die Mitautorin der Studie, Sandra Clifton. "Nur ab und zu gab es einen Wegweiser." Begonnen hatte das Projekt im Jahr 2005. Es kostete insgesamt 29,5 Millionen Dollar (19,8 Millionen Euro). (red.yoopress)




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