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ITALIEN

Sommerhagel schädigt Weinlagen in Barolo und Monteferrato
Grüne Trauben schützten ihre noch festen Schalen, während bereits angereifte Trabuen beschädigt wurden und nun verrotten. (© Photozi)
Green grapes on these bunches were protected by firm skins, while purple, softer skinned berries were damaged and started to rot. (© Photozi)

ITALIEN (Langhe) - Nach dem Tief Ende Juli mit ungewöhnlich heftigen Winden, Starkregen und Hagelschauern steht nun fest – Toplagen im Piemont haben merklich gelitten. Regen und Hagel prasselten über weite Strecken der Langhe an zwei Tagen auf die Trauben nieder. Verschärft wurde das Unwetter durch starke Winde. "Es war ein echter Tornado", sagen die Winzer dieser Region. Die beschädigten Weinlagen bilden ein breites Band an Schäden rund um Barolo sowie Montefarrato. Die Winzer erwarten je nach Region merkliche Ernteverluste.

 

"Stark betroffen sind die Lagen rund um Santa Maria, ganz in der Nähe von La Morra", berichtet Isabella Oddero von der Poderi e Cantine Oddero. "Wir haben bis zu 20 Prozent Schäden in San Biagio, wo junge Reben der Sorte Nebbiolo stehen, sowie auch bei Riesling und Chardonnay. Auch in der Lage Bricco Chiesa rund um unsere Kellerei sind bis zu 30 Prozent Ernteverluste absehbar. Glücklicherweise waren die Reben der Lagen Brunate, Bussia und Rocche di Castiglione durch Netze geschützt, sodass wir hier nur leichte Schäden verzeichnen."

In der Langhe sind Hagelschauer nicht gerade selten. Schon längst versuchen sich die dortigen Winzer darauf einzustellen, ihre Reben proaktiv zu schützen. "Seit 2006 verwenden wir Netze. Damals scheuten vielen diese Investition, denn der Netzschutz ist nicht gerade billig, aber es hat sich rückblickend gelohnt", sagt Silvia Altare von der Az. Agr. Elio Altare. "Da der Nebbiolo eher eine spätreifende Sorte ist, waren die Trauben Ende Juli noch grün und hart, insofern konnten sie dem Starkregen, dem Hagel und den Winden besser trotzen. Wir hatten somit doppeltes Glück."

"Mittlerweile wissen wir, dass unsere Lagen glimpflich davon gekommen sind. Zwar wurden einige Teile beschädigt, wir werden somit etwas weniger Menge haben, aber das ist nicht tragisch. Nur die schon angereiften Trauben, die mittlerweile verrotten, haben Schäden davongetragen", sagt Giacomo Conterno von der Podere Aldo Conterno. "Alles in allem erwarten wir aber einen klassischen Jahrgang."

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