Japan will Anerkennung von Washoku-Küche als Weltkulturerbe

Montag, 12. März 2012 | 08:07 Uhr | RED.YOOPRESS | ESSEN & TRINKEN
Quelle: AFP
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Teil einer Kampagne zur Überwindung der Katastrophe von Fukushima ist das Hervorheben der traditinellen Küche Japans (Foto: Tomoya Nozaki)

JAPAN (Tokio) - Zum Jahrestag des Fukushima-Unglücks, das durch ein Erdbeben der Stärke 9,0 verursacht wurde will Japan die Aufnahme seiner traditionellen Küche in die Liste des Weltkulturerbes beantragen. Wie das Außen- und das Ministerium für Landwirtschaft in Tokio am Wochenende mitteilte, soll der Eintrag unter dem Stichwort "Washoku"* erfolgen. Gemeint ist damit die traditionelle Zubereitung von Speisen, zu denen Reis als Grundnahrungsmittel, Fisch und Gemüse gehören. Washoku stehe zugleich für den Respekt vor der Natur, die sorgsame Zubereitung von Speisen und die hohe Qualität der Zutaten.

Der Antrag soll Ende März bei der UN-Organisation für Wissenschaft und Kultur (UNESCO) eingereicht werden, die Entscheidung wird zum Ende des Jahres erwartet. Japan müsse das Vertrauen in die Lebensmittelqualität nach dem Atom-Unglück von Fukushima "wiederherstellen", erklärte die Regierung in Tokio. Von der Verstrahlung waren Pflanzungen im weiten Umfeld der Atomanlage, aber auch Fischzuchten im Küstenbereich nahe der Atomanlage betroffen. Für bestimmte Produkte wurden Handelsverbote verhängt, darunter für Rindfleisch, Milch, Pilze une einige grüne Gemüsearten.


Die japanische Washoku-Küche* mit ihren traditionellen Gerichten kommt völlig ohne Butter und Sahne sowie mit wenig Fett aus. Zu den wichtigen Zutaten gehören saisonales Gemüse, Fisch, Meeresfrüchte und Algen. Auch Tofu spielt eine Rolle, das als eigenes Lebensmittel und nicht als Fleischersatz betrachtet wird. Das elementare der Washoku-Küche ist die Frische der Zutaten. Daher bereitet man oftmals und gerne rohen Fisch zu. Und das Gemüse kommt am besten direkt vom Feld auf den Tisch. (red.yoopress)

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