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Weinfedern empfehlen – Teil-6: Rotwein ab 10 Euro

Datum
Uhrzeit
07:30

WEINNOTIZEN & TRENDS

Weinfedern empfehlen – Teil-6: Rotwein ab 10 Euro
Empfehlungen zu: Pinot Noir Spätburgunder, Weingut Nelles // Vacqueyras AC La Grande Terre, Roucas Toumba // Blauer Spätburgunder S Alte Reben, Weingut Arndt F. Werner // Ducissa Rotwein-Cuvée, Weingut Herzog von Württemberg // Blankenhornsberger Doktorgarten GG Spät­burgunder VDP.GROSSE LAGE, Staatsweingut Freiburg // Centgrafenberg Frühburgunder trocken, Weingut Rudolf Fürst // Kleinkarlbacher Herrenberg Spätburgunder, Weingut Hammel & Cie // Westhofener Morstein Spätburgunder VDP.GROSSE LAGE, Weingut Gutzler // Brunello di Montalcino Riserva DOCG, Tenuta di Sesta (© A. Wirtzfeld)

(Fortsetzung … ) – 2015 Pinot Noir Spätburgunder, Weingut Nelles, Heimersheim, Ahr // Farbe: leuchtendes Rubinrot. Im Duft finden sich feine Beerenaromen, die an reife Brombeeren und Heidelbeeren erinnern, sowie dezent Vanille, Leder und Süßholz. Auf der Zunge bestätigen sich diese Eindrücke; die Noten von Zartbitterschokolade werden durch gut eingebundene Tannine unterstützt. Eine gelungene Harmonie im Glas, ausgezeichnet etwa zum Hirschrücken mit seinen dezent nussigen Aromen und glacierten Kastanien, die eine leicht süßliche Komponente haben. Trin­k­temperatur: ca. 16 °C // Bezug: www.weingut-nelles.de, ca. 14,50 Euro // Empfehlung von Yvonne Heistermann

 

2015 Vacqueyras AC La Grande Terre, Roucas Toumba, Vacqueyras, Rhône // Eric Bouletin ist nur selten anzutreffen, wenn man auf dem kleinen Gehöft unweit des Chemin de Moulin in Vacqueyras vorbeischaut. Bekennende Weinbergsmenschen findet man eben meist woanders. Sein „La Grande Terre“ gehört in dem aufstrebenden Weinort unweit Gigondas zum Feinsten: Uralte, bis zu 100 Jahre alte Reben bringen niedrige Erträge von ca. 30 hl/ha. Enorme Konzentration, nuancierte, leicht cremige Vielschichtigkeit: Waldbee­ren, ein Hauch zerriebener Blätter und Brombeergelee; am Gaumen intensive, reife Frucht, herrlicher Schmelz, junge, aber schon geschliffene Tannine, im langen Nachhall feine Bitternoten, fast burgundische Eleganz. Der Preis von etwa 15 € ab Hof bewegt sich am oberen Ende des Ortsüblichen. Die Qualität aber auch! Mancher Châteauneuf bietet für das Doppelte nicht ganz so viel! // Bezug: www.roucastoumba.com, ca. 15 Euro // Empfehlung von Dr. Stefan Krimm

2009 Blauer Spätburgunder S Alte Reben, Weingut Arndt F. Werner, Ingelheim, Rheinhessen // Aus 44 Jahre alten Reben kommt dieser dunkle, nach schwarzen Beeren duftende Wein. Kein bisschen müde, voller Power – mit gut versteckten 15 % Alkohol – und enormer Dichte. Der Gaumen erlebt eine Melange aus Zartbitterschokolade, schwarzen Oliven und Waldhimbeeren, dazu ein langes Finish. Jetzt ist er noch facettenreicher als vor sechs Jahren, was vom Potenzial dieses Weines zeugt. Schmorgerichte wie etwa Kalbsbäckchen begleitet er optimal. Auch die neuen Jahrgänge, aktuell der 2014er, sind um keinen Deut schlechter. // Bezug: www.oekoweingut-werner.de; 18,80 Euro // Empfehlung von Peter Schneider

2013 Ducissa Rotwein-Cuvée, Weingut Herzog von Württemberg, Ludwigsburg, Württemberg // 50 % Lemberger und je 25 % Merlot und Cabernet Sauvignon aus dem Untertürkheimer Mönchberg ergeben einen nach Zedernholz und Tannennadeln duftenden, kraftvollen Wein mit viel Feuer und stattlicher Länge. // Bezug: www.weingut-wuerttemberg.de, 25 Euro // Empfehlung von Rudolf Knoll

2014 Blankenhornsberger DOKTORGARTEN GG Spät­burgunder tr. VDP.GROSSE LAGE, Staatsweingut Freiburg, Baden // Dieser Wein aus dem Doktorgarten tut der Seele gut, mehr als viele Pillen aus dem Arztkoffer. Vollmundig, mit konzentrierter Frucht und fein geschliffenen Tanninen. Der gesamte Auftritt ist sehr elegant. Alles wirkt vergnüglich, durchaus ernsthaft, aber nicht schwer, trotz des hohen Alkohols. Zehn gute Jahre hat der Wein locker vor sich. Man sollte sich in dieser Zeit dazu einmal Lammkoteletts gönnen. // Bezug: staatsweingut-freiburg.de; 25 Euro // Empfehlung von Norbert Pobbig

2013 Centgrafenberg Frühburgunder, Weingut Rudolf Fürst, Bürgstadt am Main, Franken // In der Nase Duft nach Cassis und roten Beeren, kräutrig, rauchig, kühl mineralisch. Auf der Zunge klare, kühle Frucht, Waldbeeren, Süßkirschen, Gewürznoten, etwas schwarzer Pfeffer, leicht holzig und rauchig. Das alles mit feinem, geschliffenem Tannin unterlegt, mineralische Noten, sehr dicht, fest und ungemein elegant. Der kleine Bruder des Frühburgunders Centgrafenberg R macht sich gut zu Schmorgerichten mit nicht zu süßer Sauce. // Bezug: weingut-rudolf-fuerst.de, 27,50 Euro // Empfehlung von Christin Jordan

2014 Kleinkarlbacher Herrenberg Spätburgunder, Weingut Hammel & Cie, Kirchheim/Weinstraße, Pfalz // In der Nase saftiger Kirschduft, etwas Räucherspeck, Gewürznoten, kakaoige Töne. Im Mund enorm saftig und dicht, elegante Opulenz, intensive Frucht, Ledernoten, Lebkuchengewürz, samtig mit feinem Tannin. Tief, wuchtig und lang. // Bezug: www.weinhammel.de; 28 Euro // Empfehlung von Lars Daalgard 

2012 Westhofener Morstein Spätburgunder, VDP.GROSSE LAGE, Weingut Gutzler, Gundheim, Rheinhessen // Ein überaus weicher, würziger Wein mit unaufdringlichem, aber nachhaltigem Druck von der Nase bis zum Finale. Kirsche und zarte Vanillenoten im Bukett werden abgelöst von einer exzellenten Fruchtkomplexität am Gaumen. Wunderbar zartes Tannin begleitet eine Würze und Eleganz bis zum langen Finale. Solo für mich ein Hochgenuss! // Bezug: www.gutzler.de; 31 Euro // Empfehlung von Arthur Wirtzfeld

2009 Brunello di Montalcino Riserva DOCG, Tenuta di Sesta, Castelnuovo dell’ Abate, Montalcino, Toskana // Wunderbar intensive Waldbeeren, kraftvoller Körper mit Säuredruck, Holz gut eingebunden, vielschichtig und doch elegant. Perfekt zu dunklem Fleisch. // Bezug: ca. 50 € Internet, vor Ort ca. 40 € // Empfehlung von Valentin Brodbecker (Initiiert wurde dieser Beitrag von Weinfeder-Mitglied Britta Binzer)

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Weinfedern empfehlen – Teil-1: Prickelndes bis 10 Euro

sys_pfeil_2015 

Weinfedern empfehlen – Teil-2: Prickelndes ab 10 Euro

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Weinfedern empfehlen – Teil-3: Weissweine bis 10 Euro

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Weinfedern empfehlen – Teil-4: Weissweine ab 10 Euro

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Weinfedern empfehlen – Teil-5: Rotwein bis 10 Euro

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