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WEINNOTIZEN & TRENDS

Kardinalfragen zum Wein und Gesundheit – Alkohol und ADH
Okay, fettiges Essen – gleich voller Magen – verhindert zum Teil, dass Alkohol besser verträglich ist, meistens jedenfalls. (© Fotolia/rawpixel.com)

DEUTSCHLAND (Würzburg) – In der Reihe wichtiger Fragen unserer Leser zum Weingenuß erläutern wir das Thema "Wein und Hautrötungen". Eine Leserin aus Ihringen fragt: "Wenn ich Wein trinke, errötet oftmals mein Hals oder Gesicht. Woran liegt das?"

 

Nun, es gehört zu den Jugendsünden, Alkohol auf nüchternen Magen zu trinken und (fast) jeder von uns weiß, dass dadurch die Wirkung des Alkohols zu mindestens beschleunigt wird. Bei der Beantwortung dieser Frage bedienen wir uns erneut der Wissenschaft. Wie der Mensch Alkohol verstoffwechselt hängt mit einer bestimmten Gruppen von Enzymen zusammen – es sind die Alkohol-Dehydrogenasen – ADH genannt.

Diese Enzyme bauen Alkohol in seine Bestandteile ab, die der Körper dann teilweise ausscheidet. Der intensivste Abbau findet in der Leber statt. Etwa 15 Prozent werden vorab durch die Magenschleimhaut abgebaut, was der Leber eine kleine Entlastung bringt, aber nur dann, wenn Sie es zulassen, was bedeutet, wenn ihr Magen mit der Verdauung von Speisen beschäftigt åist. Ist ihr Magen jedoch leer, Sie sind also nüchtern, wird der Alkohol zum Darm durchgewinkt, der diesen wiederum recht schnell in den Blutkreislauf weiterleitet. Wenn jedoch Nahrung im Magen vorhanden ist, wird die Entleerung des Magens durch die Verdauung verlangsamt, was wiederum den Enzymen Zeit gibt, ihre Arbeit zu verrichten.

Hieraus folgt der Schluss, dass genossene Lebensmittel, die längere Zeit verdaut werden müssen, auch das Procedere des Abbaus von Alkohol unterstützend beeinflussen. Leider gehören die schwerer zu verdauenden Lebensmittel nicht gerade zu den zu empfehlenden Speisen, sind damit meist åungesund und belasten den Körper und wirken sich auf unser Gewicht – meist in negativer Art.

Wie stets bei Einnahme von Alkohol sollten wir maßvoll sein. Wir sollten den Genuß in den Vordergrund stellen und auf unseren Körper hören, denn wenn wir hierbei eine "Freundschaft" pflegen, werden ein oder zwei Gläser Wein unserer eigenen Gemeinschaft aus Körper und Seele wohl gefallen. (red.yoopress)

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