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WEINNOTIZEN & TRENDS

Ristorante Ornellaia in der Zürcher Bahnhofstrasse 53
"Wein ist Emotion und jeder Besuch unserer Weingärten und des Kellers ist eine Erfahrung, jeder Jahrgang erneuert dieses Vergnügen. Das Motiv für die Eröffnung des Ristorante Ornellaia ist dieses Eintreten in unsere Welt und das Erlebnis der Passion und der Exzellenz, die aus der Gegend von Bolgheri kommt – auch ausserhalb unseres Gutes." (Giovanni Geddes da Filicaja - Foto © Ornellaia)

SCHWEIZ (Zürich) – Heuer am 9. April öffnete das weltweit erste Ristorante Ornellaia – in unmittelbarer Nähe zur Zürcher Bahnhofstrasse, international eine der wohl exklusivsten Adressen. Das Ristorante ist ein Gemeinschaftswerk des toskanischen Spitzenweinguts und der Zürcher Familie Bindella. Ornellaia wurde 1981 im berühmten Weindorf Bolgheri gegründet. Bindella importierte die Kreszenzen der renommierten Tenuta seit der ersten Stunde in die Schweiz – und pflegt als Gastronomieunternehmen und Weinhandlung seit mehreren Generationen die gehobene Italianità.

 

Für die Innenarchitektur wurde die renommierte Schweizer Architektin Tilla Theus engagiert. Und in der Küche amtet der Italiener Giuseppe D’Errico. Der Küchenvirtuose wirkte zuvor mit "Maestro" Gualtiero Marchesi an der bekannten Kochschule Alma und entwickelte sein aussergewöhnliches Talent während fünf Jahren an der Seite von Michel Troisgros im Dreisternerestaurant Troisgros im französischen Roanne.
 
Wir sprachen mit den Beteiligten an der Front und wollten zuerst von Giuseppe D’Errico wissen: Was für eine Küche erwartet die Gäste?

Giuseppe D’Errico: "Meine Küche ist der Einfachheit, dem Geschmack und der Tradition verbunden. Michel Troisgros hat mir die Werte von Speisen eingeprägt, indem er sagte: 'Das Schöne, das Gute und das Einfache'. Um das zu erreichen, greife ich auf verschiedene Inspirationsquellen zurück: die Menschen, denen ich begegne, den Respekt vor den Zutaten, den mit meiner Herkunft verbundenen Traditionen und den Geschmack der Früchte dieser Erde. Ich nähere mich dem Essen wie dem Wein mit grossem Respekt und Interesse."

Was verbindet Ihre Küche mit Ornellaia?

Giuseppe D’Errico: "Ornellaia hat eine sehr enge Bindung ans Terroir, auf dem die Trauben wachsen. Und das ist auch der Ausgangspunkt meiner Gerichte. Das Ristorante Ornellaia ist ein Stück Bolgheri in der Schweiz – mit dem Wein als Protagonisten. Zusammen mit der Persönlichkeit jedes einzelnen Mitglieds meiner Küchenbrigade möchte ich die Geschmacksvielfalt einer für den Weinbau prädestinierten Gegend mit Sensibilität auf den Teller bringen."
 
Herr Bindella, was soll mit dem ambitionierten Gastronomieprojekt erreicht werden?

Rudi Bindella: "Wir möchten eine Bühne schaffen, die den exzellenten Weinen von Ornellaia gerecht wird, deren Botschafter wir in der Schweiz seit dem ersten Jahrgang 1985 sind."

Auf welche Tropfen darf der Gast sich freuen?

Rudi Bindella: "Das Ristorante spiegelt Ornellaias dynamischen Geist wider: Die Weinkarte umfasst sowohl Raritäten und ältere Jahrgänge aus dem 'Ornellaia Archivio Storico', als auch grossformatige Flaschen, die für gewöhnlich nur bei internationalen Auktionen ersteigert werden können. Komplettiert wird das Angebot mit einer exklusiven Weinauswahl von unserer eigenen Tenuta Vallocaia, gelegen in Montepulciano."

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Die Adelsfamilie Marchesi de´ Frescobaldi ist heute Eigner der 1981 gegründeten "Tenuta dell’Ornellaia" mit Sitz in der toskanischen Maremma, das heute Kultstatus genießt. Von Beginn an war die Schweizer Familie Bindella als Vertriebspartner aktiv. Diese Partnerschaft war dann auch die Basis für die Gründung des gemeinsamen "Ristorante Ornellaia". (© Ornellaia)
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Frau Theus, Sie zeichnen für Stil, Materialien und letztlich für das Ambiente verantwortlich. Worauf haben Sie sich konzentriert?

Tilla Theus: "Es war das gemeinsame Bestreben, einen Ornellaia-Stil und die unverwechselbare Atmosphäre der Toskana zu kreieren. Dabei wird die Qualität der toskanischen Materialien in den Vordergrund gestellt, wie etwa den Travertin, der für seine Verwendung beim Bau von Kirchen und historischen Palästen berühmt ist. "
 
Woher hatten Sie Ihre Inspiration?

Tilla Theus: "Mein Besuch auf Ornellaia hat meine Erinnerungen an die Toskana sehr positiv wiederbelebt. Die Landschaft ist wunderschön und die Gastfreundschaft herausragend – unvergesslich. Diese Atmosphäre zusammen mit der Landschaft, den Menschen, dem Essen und dem Wein wollte ich einfangen und im Ristorante Ornellaia aufleben lassen." 

Die Toskana in Zürich also. Wie haben Sie das Interieur umgesetzt?

Tilla Theus: "Zuerst einmal habe ich Travertin verarbeitet, der aus der Toskana stammt. Man könnte sagen, dass ich die graue Granitfassade des Gebäudes an der Bahnhofstrasse 53 im Innern des Restaurants mit Travertingestein in warmen Farben restrukturiert habe, zusammen mit einer typischen, toskanischen Holzdecke. Die mehr als 100 Lampen wirken wie einzelne Punkte und erinnern an den Sternenhimmel, ausserdem verdeutlichen sie die beeindruckende Deckenhöhe.  Eine stilvolle Atmosphäre, abgerundet durch die an der Decke befestigte Replik in bronzierter Eiche in Erinnerung an die majestätische Eiche, die in der Nähe des Ornellaia-Kellers im Weinberg Bellaria steht. Das Innendesign wird komplettiert durch Bronzeskulpturen von Josephson und den Kunstwerken von Cuno Amiet in den typischen Farben der Toskana."

Herr Geddes da Filicaja, nun hat Ornallaia eine Residenz in Zürich. Sie als CEO des Kultgutes mussten eine Entscheidung treffen. Wie kam es dazu?

Giovanni Geddes da Filicaja: "Das Ristorante Ornellaia entstand aus dem Wunsch heraus, herausragende Weine mit italienischer Spitzenküche zu kombinieren. Um sich so – wenn auch weit entfernt – wie auf dem Weingut in Bolgheri zu fühlen. Und sich die Philosophie derjenigen zu eigen zu machen, die tagtäglich dem Ausdruck einer Gegend Respekt entgegenbringen wollen, um daraus die bestmögliche Interpretation zu erzeugen."
 
Will Ornellaia im Zürcher Ristorante nur seine Weine kredenzen oder weiterhin aktiv bleiben?

Giovanni Geddes da Filicaja: "Erst einmal ist das Motiv für die Eröffnung des Ristorante Ornellaia das Eintreten in unsere Welt und das Erlebnis der Passion und der Exzellenz, die aus der Gegend von Bolgheri kommt. Dieses Jahr können wir unseren 30. Jahrgang auf Ornellaia feiern und die 10. Edition des Projektes Vendemmia d'Artista, und es ist gleichzeitig der 30. Jahrestag der Zusammenarbeit und Freundschaft mit Bindella. Eine perfekte Verbindung, die in der Schaffung eines Ristorante kulminiert, das wir nie mit einem anderen Partner hätten eröffnen wollen. Und ja, wir werden im Ristorante aktiv sein, denn die Gäste sollen Ornallaia, Bolgheri und unsere Passion lebendig spüren und jeder neue Jahrgang, der hier angeboten wird, erneuert dieses einzigartige Vergnügen". 


Dass beim Projekt "Ristorante Ornellaia" Profis am Werk waren und sind, ist überall zu spüren. Hier zelebrieren Ornellaia und Bindella gemeinsam ihre Fachkompetenz in Sachen Wein und Gastfreundschaft, umrahmt von Impressionen der atemberaubend schönen Landschaften rund um Bolgheri. Die Kunst ist im Ristorante mit den Werken zweier Meister vertreten: Cuno Amiet, ein renommierter Schweizer Maler und Hans Josephson, einer der bedeutendsten figürlichen Bildhauer der Moderne. Wer sich also höchsten Genüssen hingeben möchte, der dürfte weinkkulinarische Befriedigung im Ristorante Ornellaia erfahren. Wir sind gespannt auf erste Eindrücke unserer Leser. (a.wirtzfeld.vinum)
 

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