Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Gerichtsangaben um die Enkelin des 1992 in Köln verstorbenen Werner Jägers, die 53-jährige Helene B., ihre 54 Jahre alte Schwester Jeanette S. und ihren 60-jährigen Ehemann Wolfgang B. Ebenfalls beschuldigt ist der Enkel des 1957 verstorbenen Wilhelm Knops, der 67-jährige Otto S. Mit Ausnahme von Jeanette S. sitzen die im vergangenen Herbst festgenommenen Angeklagten in Untersuchungshaft.
Die später über renommierte Auktionshäuser und Galerien verkauften Fälschungen soll Wolfgang B. entweder selbst oder mit Hilfe bislang unbekannter Mittäter angefertigt haben. Die Einschleusung der Bilder in den Kunstmarkt besorgten laut Anklage die übrigen drei Angeklagten. Dabei soll es dem Quartett gelungen sein, Kunstexperten wiederholt hinters Licht zu führen - unter anderem, weil die mutmaßliche Bande laut Staatsanwaltschaft verschollene Werke fälschte, von denen keine Abbildungen vorhanden sind.
Für den spektakulären Fälscherprozess hat das Kölner Gericht 40 Verhandlungstage bis zum 7. März kommenden Jahres anberaumt. Geladen sind mehr als 160 Zeugen, außerdem will die Strafkammer zehn Gutachter befragen. (red.yoopress)




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