CHINA (Beijing) - In China ist ein Journalist getötet worden, der über einen Skandal mit krebserregendem Speise-Öl berichtet hatte. Wie die staatliche Zeitung "Zhengzhou Evening News" am Dienstag berichtete, wurde Li Xiang in der Nacht zum Montag nach einem Karaoke-Abend mit Freunden auf dem Heimweg mit zehn Messerstichen ermordet. Da sein Laptop seit der Tat verschwunden sei, gehe die Polizei von einem Raubmord aus. Die Ermittler schlössen aber auch andere Motive nicht aus.
Chinesische Blogger sahen einen Zusammenhang zwischen Lis Tod und seiner Arbeit für den Fernsehsender in Luoyang in der zentralchinesischen Provinz Henan. Der 30-Jährige hatte mehrfach über einen neuen Lebensmittelskandal berichtet, bei dem tonnenweise Speiseöl illegal aus bereits benutztem Fett produziert wurde, das aus Abflüssen stammte. Wegen Verkaufs des krebserregenden Produkts wurden in jüngster Zeit 32 Menschen festgenommen. (red.yoopress)