Auch in der Stadt Chikuma nördlich von Tokio mussten die Behörden eingestehen, dass sie Unterlagen über eine Frau haben, die 1848 geboren wurde. "Es ist schwierig, jedes Register einzeln zu prüfen", verteidigte sich ein Sprecher. Die Behörden seien zu oft darauf angewiesen, über den Tod eines Menschen von Bürgern informiert zu werden.
Japanischen Medienberichten zufolge nahm die Polizei heute die Tochter und die Enkelin eines Mannes fest, dessen Skelett im Juli entdeckt worden war, als Behördenvertreter ihm zu seinem 111. Geburtstag gratulieren wollten. Die Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass der 81-jährigen Tochter sowie der 53-jährigen Enkelin des Mannes Betrug vorgeworfen wird, weil sie weiterhin seine Rente einstrichen haben. Die Zahlungen beliefen sich demnach auf neun Millionen Yen (knapp 84.000 Euro).
Seit dem Fund des Skeletts bewegt das Schicksal der über Hundertjährigen in Japan das ganze Land. Die Behörden hatten nach der Entdeckung eine Aktion gestartet, um den Verbleib sämtlicher Älterer in Japan zu klären. Das Land rühmte sich bislang für seine hohe Zahl an rüstigen Greisen und sah dies als Folge der gesunden Ernährung an. (afp-red.yoopress)




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