Ratgeber: Sauer-Salziges und viel Wasser helfen gegen Neujahrs-"Kater"

Donnerstag, 31. Dezember 2009 | 09:08 Uhr | A.WIRTZFELD | RATGEBER
Quelle: AFP
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Fettreiches Essen schafft gute Grundlage für Party - Zwischendurch viel Wasser trinken, was den Weg des Alkohols ins Blut verlangsamt

DEUTSCHLAND (Berlin) - Der Gänsebraten ist gerade verdaut, da steht so manchem Kopf und Magen zu Silvester eine neue Belastungsprobe bevor: Das Jahr 2010 beginnt für viele Menschen nicht nur mit einem Feuerwerk, sondern auch mit einem gehörigen "Kater". Schwerer Kopf, rebellischer Magen und ein bleierner Körper - das sind die typischen Symptome nach zu großem Alkoholgenuss. Damit der Verdauungstrakt nicht überstrapaziert wird und der Schädel nicht allzu sehr brummt, raten Ernährungsexperten vor dem Feiern zu einem fett- oder kalorienreichen Essen.

Keinesfalls sollte Alkohol auf leeren Magen und möglichst auch nicht durcheinander getrunken werden. Eine Lasagne, Thunfisch in Öl, Nudelsalat oder Eierspeisen eignen sich gut als Grundlage. Zwischendurch sollten Partygäste Nüsse, Käsehappen, Leberwurstbrötchen und ein Glas Wasser zu sich nehmen - so wird der Weg des Alkohols ins Blut verlangsamt. Besonders heftig wirken kohlensäurehaltige oder auch warme, zuckerreiche Getränke wie Punsch, bei denen der Alkohol besonders schnell in der Blutbahn zirkuliert. Sauerstoffmangel in überfüllten Räumen kann einen heftigen "Kater" noch fördern.

Alkohol wird vom Körper zwar schnell aufgenommen, aber nur langsam abgebaut. Ein 80 Kilogramm schwerer Mann benötigt etwa zweieinhalb Stunden, um 20 Gramm Alkohol abzubauen. Das entspricht etwa einem halben Liter Bier, einem Viertel Liter Wein oder drei Gläsern Schnaps. Frauen brauchen für dieselbe Menge rund drei Stunden zum Abbauen.

Weil Alkohol entwässert und den Mineralhaushalt des Körpers durcheinander bringt, raten Experten, zwischendurch viel alkoholfreie Flüssigkeit zu trinken. Als Faustregel gilt: zwei Teile Wasser auf einen Teil Wein oder Sekt. Auch bittere Kräuterauszüge aus Wermut, Artischocken oder Mariendistel sollen die Leberfunktion unterstützen und auf diese Weise dem "Kater" vorbeugen. Wissenschaftlich bewiesen ist das allerdings nicht.

Wer trotz aller Vorsichtsmaßnahmen am Neujahrsmorgen mit Kopfschmerzen, Übelkeit und Schwindel aufwacht, bekämpft dies am besten mit reichlich Mineralwasser, Fruchtsaftschorlen und einem sauer-salzigen und wasserreichen "Kater"-Frühstück. Weit empfehlenswerter als Kopfschmerzmittel sind dabei ein herzhafter Sauerkrauteintopf, Bratheringe, Salzgebäck und saure Gurken. Das darin enthaltene Salz hilft, den Mineralhaushalt wieder in Ordnung zu bringen. Und ein Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf in Schwung. (aw.yoopress)

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