Düstere Stimmung auf Millionärsmesse in Moskau

Dienstag, 27. October 2009 | 09:45 Uhr | AFP-RED.YOOPRESS | GESELLSCHAFT
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RUSSLAND (Moskau) - Krise mindert Nachfrage nach Luxusvillen und Nobelmarken - Düstere Stimmung herrscht in diesem Jahr auf der Millionärsmesse in Moskau, denn die weltweite Finanzkrise hat auch die reichen Russen nicht verschont. In der Messehalle Manege im Herzen der russischen Hauptstadt öffnete die Schau am vergangenen Freitagabend ihre Tore. Auf der dreitägigen Messe waren auch in diesem Jahr Champagner, Zigarren und Nobelkarossen zu sehen, doch einige Luxushersteller blieben fern. Die Zahl der Aussteller sei um ein Drittel zurückgegangen, sagte der Verkaufsdirektor des Yachtenherstellers Mas, Oleg Makarewitsch, der Presse.

"Die gesamte Industrie leidet unter der Krise", sagte Makarewitsch, der auf der Messe unter anderem eine Yacht im Wert von 225.000 Euro anbietet. Über eine Flaute klagten auch die Verkäufer von Luxusvillen, etwa an der spanischen Südküste oder in der Dominikanischen Republik. Die sonst zu Preisen von bis zu 8,4 Millionen Euro gehandelten Häuser fänden bei den krisengebeutelten Millionären derzeit kaum noch Abnehmer...

Eine der wenigen ausgefallenen Innovationen der Messe kam aus Deutschland: Die Firma PG Bikes stellte erstmals ein Fahrrad mit Elektromotor vor, das eine Geschwindigkeit von bis zu 80 Stundenkilometern erreichen kann - in mageren Zeiten möglicherweise eine Alternative zu den sonst von Millionären bevorzugen Fortbewegungsmitteln. Autohersteller wie Rolls Royce und Bentley oder der Hubschrauber-Produzent Agusta verzichteten in diesem Jahr ohnehin auf die Messeteilnahme. (afp-red.yoopress)

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