NEUSEELAND - PETER JACKSON, Kultregisseur, droht wegen eines Streits mit einer Schauspieler-Gewerkschaft mit dem Abzug der "Hobbit"-Verfilmung aus Neuseeland. Wenn sie nicht einlenke, werde er mit seinem Projekt einfach nach Osteuropa gehen, schrieb Jackson in einem am Montag veröffentlichten offenen Brief. Die australischen Gewerkschaft wirft dem neuseeländischen Regisseur vor, bei den Verträgen für die Schauspieler nicht die vorgeschriebenen Standards einzuhalten und hat zum Boykott aufgerufen. Das als Zweiteiler geplante "Hobbit"-Projekt sollte wie schon Jacksons "Herr der Ringe" in Neuseeland gedreht werden. Die geplante Verfilmung musste bisher aber immer wieder verschoben werden, weil das Hollywood-Studio MGM gravierende finanzielle Probleme hat.
DÄNEMARK - FREDERIK, dänischer Kronprinz und seine Gattin, Kronprinzessin MARY, sind am Montag zu einem zweitägigen Besuch in Mecklenburg-Vorpommern eingetroffen. "Wir freuen uns sehr über ihren Besuch", sagte nach Angaben seiner Pressestelle Ministerpräsident ERWIN SELLERING (SPD), als er zusammen mit seiner Frau BRITTA das Kronprinzenpaar auf dem Flughafen Rostock-Laage begrüßte. Für Sellerings Gattin war es der erste große Auftritt als "First Lady" nach der Hochzeit vor einem Monat. Das dänische Kronprinzenpaar wollte unter anderem in Stralsund das Meereskundemuseum "Ozeaneum" besuchen und am Nachmittag im Staatlichen Museum Schwerin eine Ausstellung dänischen Porzellans eröffnen. Mit ihrem Besuch wollen Frederik und Mary die Beziehungen zu den neuen Bundesländern vertiefen.
JORDANIEN - RANIA, Königin von Jordanien, ist in einem New Yorker Krankenhaus wegen Herzrhythmusstörungen operiert worden. Wie der Königshof am Montag mitteilte, verlief der Eingriff erfolgreich. Die 40-Jährige müsse sich noch zwei Nächte im Hospital erholen, könne aber noch diese Woche wieder nach Jordanien zurückkehren. Die Ehefrau von KÖNIG ABDULLAH II. hatte ihren Mann zur UN-Generaldebatte nach New York begleitet, dort aber auch eigene Termine wahrgenommen. So nahm sie am Treffen der Stiftung von Ex-US-Präsident BILL CLINTON (Clinton Global Initiative) teil, die unter anderem die Lage der Frauen weltweit verbessern will.
DEUTSCHLAND - ANGELA MERKEL, Bundeskanzlerin, kann auch 20 Jahre nach der Wiedervereinigung von einigen Gewohnheiten aus DDR-Zeiten nicht lassen. Sie habe immer noch einen Hang zur Vorratshaltung, verriet Merkel in einem Interview der Zeitschrift "Super Illu". Dies stecke tief in ihr drin, "weil man früher in der Mangelwirtschaft genommen hat, was man kriegen konnte". "Mir geht es manchmal noch so, dass ich etwas kaufe, weil ich es gerade sehe, ohne es in dem Moment wirklich zu brauchen", so Merkel. Auch kulinarisch schwört die CDU-Chefin auf typische Speisen aus der DDR-Vergangenheit: So kommen bei ihr zuhause immer mal wieder Soljanka, Schaschlik und Letscho auf den Tisch. Auch benutzt sie ein bekanntes ostdeutsches Spülmittel.
FRANKREICH - RACHIDA DATI, ehemalige französische Justizministerin, hat mit einem peinlichen Versprecher für Heiterkeit gesorgt. In einem Fernsehinterview verwechselte die Politikerin am Sonntag bei kritischen Bemerkungen zu Börsenspekulanten den Begriff Inflation mit "Fellatio" (Oralsex). "Wenn ich sehe, wie einige auf Gewinne von 20 bis 25 Prozent aus sind - in einer Zeit, in der es fast keine Fellatio gibt...", sagte Dati. Im Französischen klingen "fellation" für Oralsex und "inflation" ähnlich. Die aus einer nordafrikanischen Einwandererfamilie stammende Französin sah sich angesichts der erheiterten Reaktionen zu einer Klarstellung veranlasst. Sie habe nur "etwas zu schnell gesprochen", erläuterte die 44-Jährige den Lapsus am Montag im Radiosender RTL. (red.yoopress)




Als Email versenden
Lesezeichen setzen