Kritik nach rassistischen Äußerungen von Parfum-Unternehmer Guerlain

Montag, 18. October 2010 | 08:22 Uhr | RED.YOOPRESS | GESELLSCHAFT
Quelle: AFP
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Organisationen drohen mit Klage nach Jean-Paul Guerlains rassistischen Aussagen

FRANKREICH (Paris) - Wegen einer rassistischen Äußerung haben zwei französische Organisationen eine Klage gegen Jean-Paul Guerlain, Abkömmling des Gründers des Parfum-Unternehmens Guerlain, angekündigt. SOS Racisme und der Dachverband der Organisationen von Schwarzen in Frankreich (Cran) reagierten damit auf Äußerungen, die Guerlain am Freitagabend im Fernsehsender France 2 gemacht hatte. Nach der Entwicklung eines Parfums befragt, sagte er: "Ein Mal habe ich mich wie ein Neger ans Arbeiten gemacht. Ich weiß nicht, ob Neger immer so gearbeitet haben, aber gut..." Anschließend hatte er erklärt, die Äußerung spiegele in keiner Weise seine eigentliche Anschauung wider, sondern sei lediglich "eine unpassende Entgleisung" gewesen.

"SOS Racisme wird sich nicht mit Entschuldigungen zufrieden geben", erklärte die Organisation und kündigte eine Klage gegen "den Erben der berühmten Parfumerie" an. Guerlain habe mit seiner Äußerung alte Klischees aus Kolonialzeiten wiederbelebt.

Auch Cran behielt sich eine Klage vor. "Diese rassistischen Äußerungen stehen im Gegensatz" zu den Werten, die vom Hause Guerlain und dessen Eigentümer, der Luxusgütergruppe LVMH, proklamiert würden. Eine Entschuldigung von Jean-Paul Guerlain "in Form einer simplen E-Mail" kritisierte Cran als "ziemlich zwanglos". Die Organisation forderte LVMH auf, sich von Guerlains Äußerungen zu distanzieren. (red.yoopress)



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