Westerwelle: Ai Weiweis Schicksal weiter auf der "Tagesordnung"

Samstag, 25. June 2011 | 12:45 Uhr | RED.YOOPRESS | MENSCHEN
Quelle: AFP
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Chinesische Künstler Ai Weiwei und Kritiker der kommunistischen Führung in Beijing (Foto: Hafenbar)

DEUTSCHLAND (Berlin) - Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) will sich nach eigenem Bekunden auch nach der Freilassung des chinesischen Künstlers und Regierungskritikers Ai Weiwei weiter für ihn und andere chinesische Dissidenten einsetzen. Ai Weiweis Freiheit unterliege immer noch "beklemmenden Einschränkungen", sagte Westerwelle der "Bild"-Zeitung (Freitagsausgabe). "Wir setzen sein Schicksal und das anderer Bürgerrechtler weiter auf die Tagesordnung."

Ai war am Mittwoch nach gut zweieinhalb Monaten in Haft überraschend auf Kaution freigelassen worden. Der international renommierte Künstler und prominente Kritiker der chinesischen Regierung darf nun Peking ein Jahr lang nicht "ohne Erlaubnis" verlassen, wie das Außenministerium in Peking am Donnerstag mitteilte. Er war am 3. April am Pekinger Flughafen kurz vor einer geplanten Abreise nach Hongkong und Europa festgenommen worden. Der unter Diabetes leidende 54-Jährige wurde seitdem an einem unbekannten Ort festgehalten.

Dass er nun freigelassen wurde, steht Beobachtern zufolge in Verbindung mit einer Europa-Reise von Regierungschef Wen Jiabao, die ihn unter anderem in der kommenden Woche zu den ersten deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen nach Berlin führen wird. (red.yoopress)

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