In gewöhnlichen Zeiten arbeiten in Dänemark 6000 Prostituierte, doch die Besucher der Hauptstadt beobachten in diesen Tagen eine deutlich höhere Dichte von leichten Mädchen. Im Stripclub Waterloo fließt der Champagner in Strömen: "Die Auswirkungen sind schon deutlich", sagt die Managerin Maria. "Immer mehr Kunden" kämen seit Beginn des Gipfels mit seinen geschätzten 30.000 Teilnehmern in den Club und suchten ein wenig "Zerstreuung".
"Wir haben eine Zunahme der Zahl von Prostituierten festgestellt", sagt Polizeisprecher Lars-Christian Borg - "besonders aus Osteuropa". Das Geschäft mit der Liebe sei "nicht verboten", erläutert er. Die Prostituierten zahlen Steuern; nicht gestattet ist allerdings Zuhälterei. Vom Treiben in den Rotlichtvierteln sind nicht alle begeistert. Eine Initiative, die Postkarten mit dem Spruch "Sei nachhaltig - kauf keinen Sex!" verteilte, rief bei der Vereinigung der Prostituierten (SIO) indes Zorn hervor. Die 85 SIO-Mitglieder boten im Gegenzug Gratis-Sex an. Darauf meldeten sich erst vier Interessenten. SIO-Sprecherin Susanne Moeller schwant, woran das liegt: Wer den Service in Anspruch nehmen will, muss Namen und Staatsangehörigkeit offenbaren. (afp-red.yoopress)




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