Westerwelle im Zwiespalt zwischen Toleranz und Homosexualität

Samstag, 14. August 2010 | 12:11 Uhr | AFP-RED.YOOPRESS | POLITSZENE
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Westerwelle mit seinem Lebensgefährten Michael Mronz (Foto: Tafkas)

DEUTSCHLAND (Berlin) – Guido Westerwelle, Bundesaußenminister, will bei Reisen in Staaten, in denen Homosexualität strafrechtlich verfolgt wird, auf die Begleitung seines Lebensgefährten Michael Mronz verzichten. "Wir wollen den Gedanken der Toleranz in der Welt befördern. Aber wir wollen auch nicht das Gegenteil erreichen, indem wir uns unüberlegt verhalten", sagte der FDP-Politiker der Zeitschrift "Bunte". Dennoch halte er es für "wichtig, dass wir unsere eigenen Maßstäbe von Toleranz leben und uns nicht die manchmal weniger toleranten Maßstäbe anderer zu eigen machen".

In 75 Ländern ist Homosexualität strafbar, in sieben Staaten steht darauf sogar die Todesstrafe, darunter im Iran, Sudan und Saudi-Arabien. Dennoch fühle er sich nicht in seinem Wirkungskreis eingeschränkt. "Das hat sich als unbegründete Sorge herausgestellt", sagte Westerwelle. (afp-red.yoopress)

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