Von Bernd Eichinger bis "Jopie" Heesters – Teil IV

Samstag, 31. Dezember 2011 | 09:47 Uhr | RED.YOOPRESS | REGISTER
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Gestorbene Persönlichkeiten des Jahres 2011

DEUTSCHLAND (Würzburg) - Ob Künstler, Politiker oder Topmanager - auch am Ende des Jahres 2011 ist die Galerie gestorbener Persönlichkeiten, die die Welt auf höchst unterschiedliche Weise geprägt haben, wieder sehr lang - und August bis November verließen uns diese:


AUGUST


VICCO VON BÜLOW: Unter seinem Geburtsnamen trat der Adelsspross nicht auf, für die Deutschen war er nur Loriot. Unter diesem Künstlernamen beeinflusste der am 12. November 1923 geborene ehemalige Wehrmachtsoffizier nach dem Zweiten Weltkrieg den Humor der Deutschen wie kein anderer. Wo vorher vieles platt war, zog auf einmal der Feinsinn ein - mit akribisch durchdachten Sketchen hielt Loriot den Menschen auf liebevolle Art den Spiegel vor. Seine knollennasigen Comic-Gestalten oder die Fernsehsketche mit der kongenialen Evelyn Hamann an seiner Seite wurden Klassiker. Obwohl von Bülow sich aus Altersgründen schon seit längerem zurückgezogen hatte, blieb er so allgegenwärtig. Am 22. August starb er mit 87 Jahren am Starnberger See.


SEPTEMBER


WANGARI MAATHAI: "Ich mache meine Arbeit einfach mit ganzem Herzen", lautete das Lebensmotto der resoluten Kenianerin Wangari Maathai. Die am 1. April 1940 geborene geschiedene Mutter dreier Kinder entstammte einer armen Familie, studierte später aber in den USA und lehrte als erste Frau an der Universität in der Hauptstadt Nairobi. Im Jahr 1977 rief sie mit ihrem Umweltschutzprojekt Green Belt Movement das größte Aufforstungsprojekt Afrikas ins Leben. Maathai geriet immer wieder mit Kenias früherem Machthaber Daniel arap Moi in Konflikt und saß mehrfach im Gefängnis. Während einer dreijährigen Amtszeit als Vizeumweltministerin Kenias erhielt sie im Jahr 2004 den Friedensnobelpreis. Am 25. September erlag sie 71-jährig einem Krebsleiden.


OKTOBER:


STEVE JOBS: Der Mitgründer des IT-Konzerns Apple setzte mit seinen Produkten Meilensteine der Computer- und High-Tech-Branche. Mitstreiter wie Konkurrenten sahen in ihm einen Visionär und ein Erfindergenie. In den 1970er Jahren entwickelte Jobs gemeinsam mit einem Freund seinen ersten Heimcomputer, in der folgenden Dekade wartete sein Konzern mit der Computermaus auf. Später krempelte Jobs, der stets in Jeans und schwarzem Rollkragenpulli auftrat, mit dem iPod das Musik- und mit dem iPhone das Handygeschäft um. Schließlich verhalf er 2010 mit dem iPad den Tablet-PCs zum Durchbruch. Zu diesem Zeitpunkt litt Jobs bereits seit mehreren Jahren an Krebs. Ende August zog sich der 56-Jährige aus der Konzernspitze zurück. Sechs Wochen später, am 6. Oktober, starb er.

MUAMMAR EL GADDAFI: Nicht nur das Leben, auch der Tod des schillernden libyschen Machthabers war dramatisch. Offenbar wurde der während des Libyen-Kriegs monatelang abgetauchte Gaddafi nach seiner Gefangennahme das Opfer eines Lynchmords. Schon mit Ende 20 war der Oberst an die Macht gelangt, indem er 1969 König Idris in einem unblutigen Putsch vom Thron stieß. Einige Jahre später rief Gaddafi den "Staat der Massen" aus, der sich selbst regieren sollte. De facto herrschte Gaddafi, und zwar mit Zuckerbrot und Peitsche: Sozialen Wohltaten wie einem kostenlosen Gesundheits- und Bildungssystem stand die gnadenlose Unterdrückung von Oppositionellen gegenüber. Vom Westen abwechselnd isoliert und hofiert, starb Gaddafi im Alter von 69 Jahren am 20. Oktober.


NOVEMBER


JOE FRAZIER: Er war einer der ganz Großen seines Sports, immer aber stand er im Schatten des Größten, der Boxlegende Muhammad Ali. Drei Mal trafen die beiden US-Schwergewichtler aufeinander, zwei Kämpfe gelten als Klassiker: Der "Kampf des Jahrhunderts" 1971, in dem Frazier Ali besiegte, und vier Jahre später der "Thriller in Manila", bei dem die Boxer 14 Runden lang aufeinander eindroschen, bis Fraziers Trainer abbrechen ließ. Ihre Kämpfe trugen die beiden auch jenseits des Rings aus, Ali beleidigte Frazier als "Uncle Tom" und "Gorilla". Auf die Nachricht von Fraziers Leberkrebs-Erkrankung erklärte Ali aber bestürzt, er bete für den Ex-Champ. Sein letzten schweren Kampf aber verlor Frazier. Er starb am 7. November im Alter von 67 Jahren. (red.yoopress)

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