Ribéry will Sex mit Prostituierter nicht bezahlt haben

Donnerstag, 29. Juli 2010 | 07:44 Uhr | AFP-RED.YOOPRESS | SPORTSZENE
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"Sie wollen mit mir schlafen, wegen meines Namens" (Foto: Andre Zehetbauer)

FRANKREICH (Paris) - Im Ermittlungsverfahren wegen seiner Kontakte zu einer minderjährigen Prostituierten hat Bayern-München-Spieler Franck Ribéry eine weitere Rechtfertigung präsentiert: Nicht nur, dass er die damals 17-jährige Zahia D. für volljährig gehalten habe - er habe gar nicht gewusst, dass die junge Frau sich ihre Liebesdienste für gewöhnlich bezahlen lasse, sagte Ribéry der französischen Polizei, wie die Tageszeitung "Le Parisien" am Mittwoch unter Berufung auf das Vernehmungsprotokoll berichtete. Zahia D. und eine Freundin seien mit ihm ins Bett gegangen, "weil sie eine nette Zeit haben wollten", erklärte der französische Fußballer der Polizei. "Sie wollten mit mir schlafen, wegen meines Namens, weil ich Geld habe."

Sein Freund Kamel R. habe das Treffen mit Zahia D. und einer weiteren jungen Frau in einem Münchener Luxushotel im April vergangenen Jahres organisiert, sagte Ribéry dem Protokoll zufolge. "Im Laufe des Abends haben wir die Partner gewechselt." Im Anschluss sei er nach Hause gegangen und habe den beiden Frauen hundert Euro dagelassen, "damit sie etwas essen und am nächsten Tag ausgehen können". Es stimme nicht, dass er Zahia D. 700 Euro für die Nacht gezahlt habe, wie diese behauptet. "Sie lügt", sagte Ribéry.

Sein Freund habe die junge Frau aus Paris einfliegen lassen, den Flug und das Hotelzimmer gebucht sowie ein Taxi organisiert, sagte der 27-jährige Ribéry. Er habe seinem Freund das Geld hinterher in bar zurückgegeben, "um keine Spuren zu hinterlassen und damit es meine Frau nicht merkt". Der Mittelfeldspieler des FC Bayern München traf die beiden Frauen nach eigenen Angaben am nächsten Abend noch einmal, diesmal zusammen mit seinem Schwager. Danach habe er erneut hundert Euro dagelassen, diesmal für ein Taxi. Zusammen mit dem Essen im Restaurant sei ihn das Vergnügen ohnehin teuer gekommen, auf etwa zweitausend Euro, sagte Ribéry.

Zahia D. habe ihm damals gesagt, dass sie 20 Jahre alt sei, sagte Ribéry, gegen den möglicherweise auch die Staatsanwaltschaft München ein Ermittlungsverfahren einleiten wird. Dies deckt sich mit den Aussagen des Escort-Girls, das stets angab, nicht ihr echtes Alter verraten zu haben. Die junge Frau hatte nach eigenen Angaben auch Sex mit dem französischen Fußballer Karim Benzema, der dies jedoch abstreitet. "Ich kenne diese Frau nicht", sagte er dem "Parisien". Benzema hatte sich wie Ribéry vergangene Woche den Ermittlern erklären müssen. In Frankreich steht auf Sex mit minderjährigen Prostituierten eine Gefängnisstrafe von bis zu drei Jahren. (afp-red.yoopress)

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