Die wahren Katastrophen 2010: Die polnische Tragödie

Sonntag, 12. Dezember 2010 | 15:01 Uhr | RED.YOOPRESS | GESELLSCHAFT
Quelle: AFP
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Das Flugzeug der polnischen Regierung, eine Tupolew Tu-154 der Polnischen Luftstreitkräfte, verunglückte bei dichtem Nebel während des Landeanflugs auf den Militärflugplatz Smolensk-Nord, wobei alle 96 Insassen getötet wurden (Foto: PRSteam.net)

POLEN (Warschau) - Eine nationale Tragödie erlebt Polen am 10. April, als Präsident Lech Kaczynski und seine Frau bei einem Flugzeugabsturz in Smolensk zusammen mit 94 weiteren Vertretern der polnischen Elite sterben. Die Delegation wollte zu einer Gedenkfeier in Katyn reisen, wo 1940 die sowjetische Geheimpolizei 22.000 polnische Offiziere ermordete.

Ganz Polen nimmt Anteil am Leid der Hinterbliebenen und besonders der Familie Kaczynski. Jaroslaw, der erzkonservative Zwillingsbruder des Verunglückten, unterliegt bei der Präsidentschaftswahl im Juli dem Liberalen Bronislaw Komorowski. Später entbrennt ein hässlicher Streit um ein Holzkreuz, das Kaczynski-Anhänger vor dem Präsidentenpalast aufstellen und Komorowski schließlich entfernen lässt.

Verschiedene Kommissionen auf polnischer und russischer Seite haben sich an der Ursachenforschung beteiligt. Zusammenfassend geben alle Berichte den Piloten des Flugzeuges die Hauptverantwortung für den Absturz und nennen insgesamt 72 Begleitumstände, die das Unglück begünstigt haben. Ein Endgültiger Abschlussbericht wird zum 20. Dezember 2010 erwartet. (red.yoopress)

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