DEUTSCHLAND (Hamburg) - Am "Abschiedstrinken" in den Hamburger U- und S-Bahnen haben sich nach Angaben der Polizei "erheblich weniger" Menschen beteiligt als ursprünglich erwartet. Weniger als tausend meist junge Menschen seien am Freitagabend mit Alkohol im Nahverkehr unterwegs gewesen, sagte ein Polizeisprecher in der Hansestadt. Zwar habe es vereinzelt Sachbeschädigungen und Auseinandersetzungen zwischen teils alkoholisierten Fahrgästen gegeben. Insgesamt sei die über das soziale Internet-Netzwerk Facebook ausgerufene Aktion vor Inkrafttreten eines Alkoholverbots im Hamburger Nahverkehr aber ruhig verlaufen. Ein Teilnehmer sei vorübergehend festgenommen worden.
Am Samstagmorgen trat in Hamburgs U- und S-Bahnen ein generelles Alkoholverbot in Kraft. Aus Protest dagegen hatten Facebook-Nutzer für Freitagabend zum kollektiven "Abschiedstrinken" in den Zügen aufgerufen. Das Phänomen von sogenannten Facebook-Partys, bei denen sich zumeist junge Leute nach Aufrufen über das Netzwerk zu unorganisierten Massenveranstaltungen treffen, hatte zuletzt mehrfach für Schlagzeilen gesorgt.