Die "außergewöhnliche Steigerung" der Ausgaben für Elektrogeräte zwischen 1991 und 2011 sei vor allem auf das rasante Tempo technischer Neuerungen zurückzuführen, teilten die Statistiker mit. Gleichzeitig hätten die Verbraucher aber ihre Ausgaben für Kulturgüter wie Zeitungen, Bücher und Schreibwaren (minus 24,4 Prozent) oder Musikinstrumente (minus 28,8 Prozent) deutlich verringert.
Auch bei Nahrungsmitteln gab es den Statistikern zufolge deutliche Verschiebungen im Verbraucherverhalten. Die Nachfrage nach Fleisch sei bereinigt um Preiseffekte zwischen 1991 und 2011 um fast ein Fünftel (minus 17,8 Prozent) gesunken. Die Nachfrage nach Gemüse hingegen sei um 35,1 Prozent gestiegen. Auch für Fisch stiegen demnach die Ausgaben - und zwar um 15,3 Prozent.
Für Alkohol gaben die Deutschen 2011 deutlich weniger aus als noch 20 Jahre zuvor, wie die Behörde weiter mitteilte. Die Nachfrage sei seit 1991 um 17,1 Prozent gesunken. Besonders deutlich sei der Rückgang bei Spirituosen (minus 38,8 Prozent) und Bier (minus 13,8 Prozent). Für Wein aber hätten sich die Ausgaben seit Anfang der Neunzigerjahre um 4,7 Prozent erhöht.
Die Ausgaben für die eigenen vier Wände seien in den letzten zwei Jahrzehnten zwar stabil geblieben, teilten die Statistiker mit. Während Verbraucher aber für Haushaltsgeräte (plus 9,0 Prozent) und Werkzeuge (plus 12,8 Prozent) mehr ausgegeben hätten, seien die Ausgaben für Möbel (minus 8,4 Prozent) und Glaswaren (minus 36,6 Prozent) gesunken. Insgesamt wuchsen in den vergangenen beiden Jahrzehnten die privaten Konsumausgaben mit einem Plus von 20,0 Prozent nicht so stark wie das Bruttoinlandsprodukt mit einem Zuwachs von 30,2 Prozent. (red.yoopress)




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