Der Kommentar: Die FDP muss jetzt Sozialkompetenz beweisen

Freitag, 12. März 2010 | 14:38 Uhr | AW.YOOPRESS | KOMMENTARE
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Westerwelle steht unter verschärfter Beobachtung

DEUTSCHLAND (Berlin) – Der Spiegel-Online schreibt heute: „Der Außenminister muss sich für fragwürdige Teilnehmer seiner Auslandsreisen rechtfertigen - jetzt greift FDP-Generalsekretär Lindner zu einem ungewöhnlichen Argument. Guido Westerwelles Kritiker gefährdeten die Demokratie. Die Republik brauche "minimale Anstandsregeln" - Zum Thema befasst sich die „tageszeitung“ aus Berlin mit der Strategie der FDP und kommentiert:

"Sollte die FDP tatsächlich geplant haben, hemmungslos dem Klientelismus zu frönen und mit einem eisernen neoliberalen Besen durch den deutschen Sozialstaat zu kehren, so hätte sie es jedenfalls völlig falsch angestellt. Nach Hotel- und Dekadenzdebatte steht sie unter verschärfter Beobachtung. Die Diskussion um Günstlingswirtschaft auf Westerwelles Auslandsreisen schränkt ihre Möglichkeiten weiter ein, eindimensional für Wirtschaftsinteressen zu streiten. Ganz allmählich scheint der Wirtschaft zu dämmern, dass es ihr niemals mehr so gut gehen wird wie unter Gerhard Schröder. Der SPD-Kanzler stand nach seinem Amtsantritt 1998 unter Zugzwang, Wirtschaftskompetenz zu beweisen - und handelte entsprechend. Die FDP wird, wenn sie klug ist, jetzt ihre Sozialkompetenz unter Beweis stellen müssen." (aw.yoopress)

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