Obama darf embryonale Stammzellenforschung weiter staatlich fördern

Sonntag, 01. Mai 2011 | 07:58 Uhr | RED.YOOPRESS | RECHT & GESETZ
Quelle: AFP
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US-Berufungsgericht kippt Entscheidung aus erster Instanz

USA (Washington) - Ein US-Berufungsgericht hat der Regierung von Präsident Barack Obama am Freitag grünes Licht für die Fortführung der staatlichen Förderung der embryonalen Stammzellenforschung gegeben. Es sei unwahrscheinlich, dass die Kläger mit ihrer Forderung nach einem Förderstopp Erfolg haben würden, hieß es in der Erklärung des Gerichts in Washington. Dieses Urteil in zweiter Instanz ist ein wichtiger Sieg für Obama, der die staatliche Förderung der Stammzellenforschung im März 2009 wieder erlaubt und damit den Kurs seines Vorgängers George W. Bush in dieser umstrittenen Frage korrigiert hatte.

Im August hatte das Gericht die Förderung in erster Instanz vorerst gestoppt und war damit dem Antrag von zwei Wissenschaftlern und christlichen Organisationen gefolgt, die die Wiedereinführung der staatlichen Förderung angefochten hatten. Sie argumentierten, ein Embryo sei bereits ein vollständiger Mensch. Der Staat dürfe keine Forschung unterstützen, die die Zerstörung des Embryos zur Folge habe, auch wenn damit andere Leben gerettet werden könnten.

Bei den embryonalen Stammzellen handelt es sich um Zellen eines menschlichen Embryos in den ersten Tagen der Entwicklung. Wissenschaftler sind überzeugt, mit diesen beschädigte oder kranke Zellen ersetzen zu können und damit Lähmungen, Blindheit und einige chronische Krankheiten heilen zu können. (red.yoopress)

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