Jagdfeld ist Chef der Fundus-Gruppe und zugleich Hauptanteilseigner des geschlossenen Immobilienfonds, dem das Hotel gehört. Das Hotel hatte international Schlagzeilen gemacht, als es im Mai 2007 den G-8-Gipfel der wichtigsten Industrienationen der Welt ausrichtete.
Das Luxushotel sei unfähig, seine Kreditzinsen zu bezahlen, sagte der Unternehmenssprecher. Der Fonds habe zuletzt versucht, notwendige 32,5 Millionen Euro an neuen Anteilen bei den 1900 Gesellschaftern zu platzieren. Dies sei nicht gelungen. Das Hotel sei jedoch nicht überschuldet, und der Betrieb laufe weiter. Zur Fundus-Gruppe gehört auch das Nobelhotel Adlon am Pariser Platz in Berlin.
1996 hatte die Fundus-Gruppe das historische Ensemble direkt an der Ostsee in Heiligendamm von der Treuhandanstalt gekauft. Seitdem wurden angeblich mehr als 200 Millionen Euro in die Sanierung investiert. Rund ein Viertel davon waren öffentliche Fördergelder.
Bis Anfang 2009 betrieb die Kempinski-Gruppe das Hotel. Danach übernahm Fundus selbst den Betrieb. In den vergangenen beiden Geschäftsjahren seien mit jeweils rund 800.000 Euro schwarze Zahlen erwirtschaftet worden, die besten Ergebnisse seit der Wiedereröffnung, teilte das Unternehmen mit. Dies habe jedoch nicht gereicht, die Insolvenz abzuwenden. (red.yoopress)
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