US-Forscher züchten künstliche Blutadern für Bypass

Freitag, 04. Februar 2011 | 07:01 Uhr | RED.YOOPRESS | WISSENSCHAFT
Quelle: AFP
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Zucht von Blutgefäßen gelingt - Tests an Menschen folgen

WASHINGTON, 2. Februar (AFP) - Wissenschaftler in den USA haben ein Verfahren zur künstlichen Züchtung von Bio-Blutgefäßen entwickelt, die zum Beispiel bei Bypass-Operationen eingesetzt werden könnten. Die künstlichen Arterien seien bereits erfolgreich an Hunden und Pavianen erprobt worden, heißt es in der Studie, die am Mittwoch im US-Fachmagazin "Science Translational Medicine" veröffentlicht wurde. Die Erprobung am Menschen solle bald beginnen. Das Verfahren könnte die bisherige Praxis ersetzen, bei Operationen wie etwa der Bypass-Legung Blutadern aus dem Bein des Patienten zu entnehmen.

Die neue Methode beruht auf dem Einsatz von menschlichen Muskelzellen, die auf eine dünne Röhre aus abbaubarem Material aufgetragen werden. Die Zellen breiten sich aus, die Röhre löst sich nach und nach auf, und am Ende bleibt eine künstlich erzeugte Bio-Arterie übrig. Diese könne bis zu einem Jahr konsreviert werden, was es Ärzten erlaube, sie bei Bedarf "einfach aus dem Regal zu nehmen", wie die Studienautoren schreiben.

Die künstlichen Arterien seien weniger anfällig für Infektionen und könnten vor allem auch jenen Patienten helfen, die keine geeigneten Blutgefäße zur Eigen-Transplantation bei einer Operation haben. Neben Bypass-Operationen könnten die neu entwickelten Arterien auch für Dialyse-Patienten interessant sein. Verfasst wurde die Studie von Forschern der US-Universitäten Duke, Yale und East Carolina. (red.yoopress)

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